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Stefan

Jürgen in Warschau

Krungl - Kufstein - Warschau
June 16

Semesterende, Abschlusspartys,...

Nach etwas mehr als 4 Monaten in der polnischen Hauptstadt neigt sich mein Erasmus Aufenthalt nun auch dem Ende zu. Bereits in den vergangenen Wochen war diese Tatsache an der steigenden Anzahl an Partys zu bemerken. Zum Glück hatte ich den letzten Wochen unitechnisch nicht allzu viel zu tun und konnte mich vermehrt auf das eigentliche Studentenleben, das sich ja leider dem Ende zuneigt, widmen. Glücklicherweise präsentiert sich Warschau seit einem Monat beinahe permanent von seiner sonnigen Seite bis 30 Grad – aber das fahren mit der Tram bei solchen Temperaturen werde ich wohl kaum vermissen! Dafür genieß ich es in den zahlreichen Parks etwas in der Sonne zu braten!

 

FIVB World Cup in Warschau
Vom 6-10 Juni fand in Warschau die World Tour der Beachvolleyballerinnen statt. Da das Ganze auch noch gratis war, und zwei österreichische Teams am Start waren, war der Besuch unumgänglich. Anscheinend wurde die Veranstaltung nicht entsprechend beworben oder die Warschauer sind nicht wirklich sportbegeisterte Genossen. Jedenfalls war das Turnier nicht wirklich gut besucht aber es war trotzdem ganz interessant – obwohl ich mir meine Freude als die österreichischen Damen gegen das polnisch Team gewonnen hatten wohl etwas verkneifen hätte können, aber man darf ja wohl patriotisch sein! Trotz meiner enthusiastischen Unterstützung kamen unsere Damen nicht allzu weit. Das rein brasilianische Finale war aber sowohl sportlich als optisch der Höhepunkt des Turniers.

 

 

Buena Vista Social Club
Vergangene Woche war dann im Zentrum von Warschau, ebenfalls gratis, der Buena Vista Social Club zu bestaunen. War ein herrlicher Abend mit lässiger chilliger Musik. Der einzige Nachteil bestand darin das lediglich ein Ausschankbereich auf dem doch größeren Areal anzutreffen war, das tat der Stimmung aber in keinster Weise einen Abbruch!

 

Recht Klausur die Zweite
Zum Abschluss meiner Prüfungen kamen wieder Erinnerungen an die unvergessliche Recht Klausur unseres äußerst labilen Skilehrers respektive Rechtsanwalt FRITZ hoch. Eine 24h Examen für „Creative Management“ stand an, ein Kurs den ich ausschließlich wegen der Credits genommen hatte, da die ja generell in Warschau knapp bemessen waren! Aber schlussendlich war auch diese Klausur wie die üblichen Klausuren hier an Polens top Privatuni durchaus nicht die schwierigste! Nach gut 6 Stunden war die Geschichte dann erledigt und ich konnte doch noch auf eine Party gehen!

 

Wohnungssuche
Gut das ich hier jetzt quasi noch eine Woche Zeit hab mich um die Wohnungssuche für mein Praktikum in Klagenfurt zu kümmern. An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Andi bedanken der mir da schon entscheidend weitergeholfen hat.

 

Schön langsam kann ich dann doch schon mit dem packen beginnen. Nächste Woche von Mittwoch bis Freitag gibt’s dann mit allen Exchanges noch einen Abschlusstrip nach Danzig und ans Meer – auch wenns zum baden wohl doch noch etwas frisch sein wird! Tja und dann nächsten Samstag geht’s dann gleich in der Früh auf in die Heimat, muss gestehen dass die Vorfreude schon groß ist! Vor allem ist ja kommendes Wochenende in Wien dann auch das Donauinselfest das sich ja quasi ideal als Einstand in der Heimat eignet.

May 21

Grillage im Masuri Seengebiet

Es scheint als nehmen die Ausflüge hier in Polen kein Ende - aber genau so sollte es ja auch sein! Die Finanzen neigen sich dem Ende zu aber schließlich gilt das ja auch für das Auslandssemester!

Nachdem ich eigentlich für das vergangene Wochenende nichts geplant hatte und in Warschau bleiben wollte, wurde ich dann doch wieder mal äußerst schnell überredet ein kleinen Trip zu machen! Zugegebener Weise bin ich in solchen Angelegenheiten ja nicht zwingend schwer zu überzeugen! Diesmal ging’s in das, zumindest in Polen, sehr bekannte Seengebiet der Masuren. Eine Sache die ich nun mehr als bestätigen kann, denn es ist ein echt herrliches Gebiet! Ich mein ich komm ja schon aus dem herrlichen Steirischen Salzkammergut aber dieses im Nordosten gelegene Seengebiet ist ein echt herrlich idyllisches Plätzchen! Vor allem als Ausgleich zur Stadt ist die Ruhr die man dort genießen kann schon echt Gold wert!

 

Am Freitag, nachdem einige Kurse dem Trip leider zum Opfer fallen mussten, ging’s auf die 6stündige Zugfahrt nach Masurien! Wir kamen gerade rechtzeitig zur Sonnenuntergangsstimmung in unserem „Campingdorf“ an! Ca. 40 kleinere Hütten verteilen sich an den direkt am den See angrenzenden Wald! Da es ja doch erst Mitte Mai ist und es noch nicht zwingend Badesaison ist, konnten wir die beiden besten Hütten nur 10 Meter vom See entfernt beziehen! Nachdem wir für vernünftige 4 Euro einen kleinen Griller und den üblichen Vorrat an Grillutensilien (ein paar Würstel und halt ein paar Bierchen) besorgt hatten konnte das entspannende Wochenende fernab vom Großstadtlärm seinen Lauf nehmen! Dieser Abend sollte echt zu einem Highlight meiner bisherigen nächtlichen Erfahrungen in Polen werden! Es war echt richtig gemütlich, zu sechst gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen, das herrliche Ambiente und die tollen Unterhaltungen einfach genießen! Es war echt eine extrem lässiger Abend, ich lasse aber lieber die Bilder die in Kürze folgen werden dafür sprechen! Als es aber dann schlussendlich hell wurde, war auch die Zeit für die üblichen Verdächtigen, in diesem Falle Kevin aus Frankreich, Klaus aus Deutschland und stellvertretend selbstverständlich ich als österreichischer Repräsentant gekommen, die für ca. 9 EURO gemietete Residenz am See in Anspruch zu nehmen!

 

Um ca. 11 Uhr am Samstag ging’s dann bei herrlichem warmem Wetter los mit einem gemütlich Bad in der Sonne! Nach einem kurzen Trip in den nächstgelegenen Ort Wegorzewo, um wieder Nachschub für die zweite Grillage zu besorgen, trafen wir wieder so gegen 5 an unserem „Strand“ an! Obwohl das Wasser äußerst kalt war, machten wir tapferen Burschen uns dann doch noch auf einen kurzen Sprung ins kühle Nass auf! War sehr entspannend aber halt doch etwas auf der kälteren Seite, aber wenn man schon mal da ist wär’s ja beinahe eine Frechheit nicht ins Wasser zu gehen! In der Folge wurde wieder ordentlich gegrillt und schlussendlich - doch wieder in selber Formation wie am Vortag -wurden wir letztendlich erst von den ersten Sonnenstrahlen mehr oder weniger gezwungen uns ein wenig aufs Ohr zu hauen! Am Sonntag war dann, zur Abwechslung, wieder mal gemütlich in der Sonne chillen angesagt! Um ca. 15 Uhr haben wir dann den fantastischen Masuren wieder den Rücken gekehrt um uns wieder in Richtung Hauptstadt aufzumachen!

 

Zusammenfassend war’s ein echt geniales Wochenende, das ich hoffentlich, in selbiger Formation vielleicht noch mal, dann bei etwas angenehmeren Wassertemperaturen, im Juni erneut genießen kann. Also, die Masuren kann ich als Reisetipp echt nur empfehlen! Günstige Preise und eine echt atemberaubende Landschaft!

May 15

Stockholm am Wochenende

Bereits eine Woche nach dem ersten großen Trip durch die Baltischen Staaten, ging’s das vergangene Wochenende weiter mit der europäischen Erkundungsreise!
Nächste Destination war die schwedische Hauptstadt Stockholm. Leider hatte ich nur 2 Tage Zeit, da zurzeit auf der Uni auch einiges zu tun ist.

Um 5 Uhr früh am Samstag ging’s dann vom Warschauer Flughafen los. Nach 1,5 h Stunden Flug kam ich dann in Stockholm an, wo der Stefan bereits zur Abholung bereit stand. Unser Weg führte uns aufgrund der begrenzten Zeit direkt in die Stadt. Dann war wieder mal Sightseeing pur angesagt. Zum Glück wurde das Wetter auch mit steigender zurückgelegter Kilometeranzahl besser. Als dann nach ca. 5 Stunden Marsch die Beine nicht mehr so mitspielten machten wir uns dann auf den Weg zum Studheim vom Stefan.

 
Auch das folgende Abendprogramm sollte in keinster Weise dem tollen Sightseeingtag nachstehen! Zuerst waren wir auf einer Grillparty eingeladen und waren dort, speziell bei den Mexikanern, für unsere ausgezeichneten Käsekrainer bekannt! Als es dann doch etwas zu kalt wurde für’s Grillen, stürzten wir uns dann auch noch ins Stockholmer Nachtleben. War echt ein lustiger Abend und Stockholm ist sowohl tagsüber als auch nachts nur zu empfehlen!

 
Am Sonntag nach einigen durchaus notwendigen Stunden Erholungsschlaf ging’s bei etwas schlechterem Wetter zum 2. Teil des Sightseeing Trips. Um ca. 17 Uhr kamen wir dann wieder im Studheim an, da mein Flug ja um 21 Uhr gehen sollte und halt doch noch eine ca. 1stündige Fahrt vor uns lag. Doch wie der folgende Abend schlussendlich verlief entsprach keinesfalls meinen Vorstellungen! Um ca. 20 Uhr war ich dann am Flughafen und alles schien in Ordnung zu sein. Doch wie heißt es so schön – Der Schein trügt!!!

 
Mein Flug zurück nach Warschau wurde „gecancelled“. Es war dann mal großer Aufruhr am Flughafen und keiner wusste so wirklich wie wir das „Problemchen“ lösen sollten. Leider konnte auch nach mehreren Telefonaten mit norwegian.air und Flughafen Warschau kein Ersatzflug gefunden werden. Nachdem wir dann ca. 12 EURO, als großzügige Entschädigung für die Unannehmlichkeiten erhielten (speziell wenn 1 halbe Bier 6 EURO kostet) war es dann an jedem selbst sich im Flughafen Restaurant möglichst effektiv die Zeit totzuschlagen. Um 5:30 Uhr, sprich nach gerade mal 8,5h Verspätung – top gelaunt natürlich – ging’s dann doch noch Richtung Warschau. Die nächsten Tage wird ich mich wohl mal darum kümmern mein Geld, das mir ab 5h Verspätung zusteht, von der Airline zurück zu fordern. Auf jeden Fall bleibt mir der Ausflug doppelt in Erinnerung. Jetzt werd ich mich mal wieder der Uni zuwenden!

 
PS: Danke Stefan für die tolle Stadtführung und für Unterkunft und Verpflegung! Wir sehen uns dann im Sommer!

May 06

VILNIUS - RIGA - TALLINN - HELSINKI

Endlich, nach 2 Wochen Stress auf der Uni, machte ich mich mit 4 weiteren Exchanges auf die Reise durch die Baltischen Staaten. Am frühen Nachmittag des 28. Aprils trafen wir uns, um die Buchungen für die Busfahrten sowie die Hostels vorzunehmen! Den bereits um 18 Uhr ging es dann von Warschau aus los!

 

VILNIUS

Unsere erste 9stündige Fahrt zu unserem ersten 1 ½tätigen Aufenthalt in Vilnius im Nachtbus, war ganz nett, jedoch nicht so erholsam – zumindest kamen wir in der Bahnhofshalle in Vilnius noch zu 1 Stunde schlaf auf den angenehmen Bahnhofsbänken! Leicht angeschlagen von der Fahrt machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel und nach einem dringend notwendigen Frühstück. Nach einer ausgiebigen Sightseeingtour durch die Stadt, traf ich auf Litauische Kufsteiner Fraktion – Kerstin und Floh. Wir sind dann zu einem wirklich schönen abgelegenen Ort (Trakai) gefahren und haben dort auch gleichzeitig die heimischen Köstlichkeiten und das Bier getestet. Am Abend waren wir dann auch noch in einem klassischen Litauischen Lokal und verbrachten dort den restlichen Abend! Wir waren aber dann doch ganz froh als wir in unserem Hostel ankamen, da wir die vorige Nacht ja im Bus verbracht hatten, und nicht zwingend einen sehr erholsamen Schlaf hatten! Leider war am 2 Tag das Wetter nicht mehr so gut, deshalb viel das Sightseeing etwas knapper aus, da wir vergeblich nach Mützen, gegen den teils eisigen Wind, suchten! Um ca. 14:00 ging’s dann mit einem sehr komfortablen Bus auf die ca. 5stündige Fahrt nach Riga! Kurz und knapp: Echt schöne Stadt, unglaublich viele Kirchen, billiges sehr gutes Essen und Trinken – auf jeden Fall einen Besuch wert! Danke an dieser Stelle auch an Kerstin und Floh für ihre Zeit und Guiding Aktivität! Besonders Highlight: UZSUPIS, kleines Stadtviertel das im Reiseführer als das Viertel der Künstler und Betrunkenen angekündigt wurde! Auszug: “…genießen sie eines der herrlichen Lokale und beobachten sie die Betrunkenen und Künstler…!“ Es gibt einen offiziellen „Grenzübergang“ mit Passkontrolle! Wir mussten leider nicht durch diese Prozedur, da wir bereits um 9 Uhr dort waren und der durchschnittliche „UZUPE“, um diese Zeit vermutlich noch nicht betrunken ist bzw. noch schläft! Trotzdem war’s ganz lustig dort gewesen zu sein!

 

RIGA

Um ca. 19:00 Uhr erreichten wir dann in der Lettischen Hauptstadt. Das Wetter sollte auch an den kommenden beiden Tagen auf unserer Seite sein. Bis auf den kalten Wind hatten wir echt Glück! Am folgenden Tag machten wir uns dann wieder auf den Sightseeing Trip. Riga ist eine echt faszinierende Stadt deren Gebäude im Jugendstil Design wirklich ein Genuss sind. Auch unser in Vilnius gestartetes Unternehmen Mützen zu finden fand in Riga sein Ende. Nach dem wir einige Souvenirshops abgeklappert hatten und sowieso schon die Touristen schlecht hin waren, fehlte es nur noch an einer Lettland-Mütze! Gesagt getan, den Rest des Tages verbrachten wir dann etwas auffälliger als „Touris“ im Lettland – Haubenlook! Der folgende Abend war dann auch einer der lustigen und intensivsten der ganzen Woche. Nachdem wir auch Lettische Köstlichkeiten zu einem angemessenen Preis von ca. 6 € zu uns nahmen, war schlussendlich das klassische Lettische Bier „Cesu“ der ausschlaggebende Faktor für diesen feuchtfröhlichen Abend! Am nächsten Tag legten wir weitere Kilometer beim Sightseeing zurück. Wir machten auch noch einen kurzen Abstecher an die Lettische Küste. Leider präsentierte sich der Badestrand von seiner winterlichen Seite, trotzdem waren wir am Meer und das is ja immer eine feine Sache! Nachdem der Regen in Riga einsetze und dies bereits in Vilnius so war, war es an der Zeit weiterzufahren und deshalb verließen wir gegen Mitternacht dann die Lettische Metropole! Zusammenfassend war Riga die schönste Stadt die wir besichtigt haben, auch das Essen ist noch günstig und die Stadt hat einfach ein gewisses Flair! Und noch zu erwähnen wäre das Lettische „CESU“, das wirklich äußerst gut ist!

 

TALLINN

Nach einer, zumindest für mich unangenehmen, Nacht im Bus, erreichten wir Tallinn um ca. 5 Uhr morgens. Nach ca. 1 Stunde Marsch durch die noch schlafende Stadt erreichten wir unser Hostel, in dem auch ich schlussendlich einige Stunden schlaf fand. Von den Unruhen die einige Tage zuvor hier in der Stadt gewütet hatten war nicht mehr allzu viel zu merken. Einige Fensterscheiben war zerstört und die Präsenz der Polizei zur späteren Stund war etwas intensiver aber keinesfalls irgendwie beunruhigend! Der einzige Nachteil bestand darin, dass Tallinn – zumindest die Innenstadt – auf demselben Kostenniveau wie Österreich ist und daher nicht mehr so großartig zum Essen und Trinken gehen einlädt! Gut, dachten wir uns eigentlich ja kein Problem, man kann sich ja in den Geschäften etwas kaufen! Was Lebensmittel betraf war dies auch kein Problem, jedoch blieben die Bier und Alkoholabteilung aufgrund der „Unruhen“ verschlossen! Die Innenstadt von Tallinn – im Hanseatischen Stil – ist echt schön und von den Türmen hat man eine gute Aussicht über die Stadt und den Hafen. Den Abend verbrachten wir dann in einem sehr netten Lokal, und entschieden, dass wir aufgrund des verbleibenden freien Tages es auch noch schaffen könnten nach Finnland zu kommen! Da wir bisher aufgrund der billigen Bustransferkosten und der günstigen beider Städten zuvor noch nicht viel Geld aufgewendet hatten, war dieser zusätzliche Trip durchaus noch drinnen! Für 22 € hin und retour mit der Fähre über die Baltische See ging’s dann am folgenden morgen weiter!

 

HELSINKI

Nach 3stündiger Fahrt, erreichten wir dann die Finnische Hauptstadt! Helsinki zeigte sich an diesem Tage von seiner wettermäßig wechselhaften Seite. Trotzdem kamen wir zu unserem mittlerweilen obligatorischen Tagesrhytmus. Sprich erstens sich mal alle möglichen Broschüren im Tourismusbüro zu holen und anschließend ein paar Kilometer durch die Stadt zu schlendern. Den 2. Teil des Tages verbrachten wir dann auf einer kleinen aber schönen Insel nah bei Helsinki! Helsinki ist eine schöne Stadt jedoch sind die Preise einfach eine Frechheit, also ein durchschnittliches Essen kostet zwischen 15 und 20 € und eine halbe Bier 5 – 5,50 € - sprich das wär nicht wirklich was für mich! Leider kamen wir aufgrund der hohen Kosten nicht zu einem typischen nationalen Gericht, wir verbrachten den Tag eher studentenmäßig mit Brot und Wurst, welche wir aber auch in Tallinn gekauft hatten und nicht in Helsinki, denn das wäre wahrscheinlich dann auch noch um einiges teurer gewesen. Auf unserer Rückfahrt kamen wir auch noch zu unserem obligatorischen Bier, dass wir in jedem Land logischerweise kosten mussten! Schlussendlich stellte sich in dieser Kategorie, Lettland mit CESU als eindeutiger Sieger heraus! Um ca. Mitternacht kamen wir dann wieder in Tallinn an! Wir gönnten uns dann noch einige Stunden schlaf bevor es dann um 6 Uhr auf die 18stündige Heimreise im Bus ging! Bus fahren ist zwar billig, aber angenehm ist auch etwas anders!

 
Zusammenfassend war der ganze Trip, vor allem mit den Leuten mit denen ich unterwegs war, ein unvergessliches Ereignis! Wir haben in 5 Tagen 4 Länder gesehen, dass is halt schon richtig lässig! Hoffe das ich im Juni noch mal Zeit finde und auch meine Finanzen es mir noch mal erlauben einen Trip zu machen! Nicht mehr in diesem Ausmaß aber ich hab schon so einige Vorstellungen wo ich noch hin möchte! Na ja, jetzt kommt mal wieder der Alltag!

April 09

Besuch aus der Heimat!

An den vergangenen 3 Tagen war es soweit, die ersten Besucher erreichten Warschau! Doch was sie, genauso wenig wie ich wussten war, dass sie es in Polen mit dem Osterfest doch etwas zu genau nehmen! Man weiß zwar, das Polen an sich, grundsätzlich ein sehr katholisches Land ist, aber das sie es schaffen, eine 2 Millionen Stadt völlig abzustellen, erschien teilweise etwas unvorstellbar!

 
Am Freitagmorgen schien alles gut zu starten! Bereits in den frühen Morgenstunden kamen die 4 Jungs, mit leicht gezeichnetem Gesichtsausdruck – aufgrund der anstrengenden Fahrt – in Warschau an! Ein kurzes Nickerchen später, machten wir uns dann auf den Weg etwas von Warschau zu erkunden! Die Motivation führte uns gleich zu einem kulturellen Leckerbissen, nämlich zum nächstgelegenen Einkaufszentrum! Nachdem die Jungs dann auch noch die „Bierhalle“ gefunden hatten, war der Rest des Abends logischerweise eh schon vorgeplant! Zur späteren Stund gesellten sich 2 weitere Besucher der illustren Runde an! Der Herr Huber, seineszeichens Gelegenheitsstudent an der FH, gesellte sich mit einem Freund hinzu! Über den weiteren Verlauf des Abends lasse ich einfach einige Bilder sprechen, da diese ja bekanntermaßen mehr als tausend Worte sagen!

 
Am Samstag begann dann in leisen Schritten, das Mysterium „Ostern“ in der nahezu ausgestorben scheinenden Hauptstadt Polens! Nach einem Besuch im Lakienki Park, um auch einen gewissen kulturellen Aspekt zu erfüllen, führte unser weiterer Weg in das neue Stammbeisl – die Bierhalle! Nach einigen gepflegten Bierchen waren wir bereit uns ins Nachtleben zu stürzen! Doch zu diesem Zeitpunkt konnte es sich noch keiner vorstellen, dass der Pole so katholisch sein kann und selbst die Clubs und Bars in Warschau zusperrt! Nach nervenaufreibender Suche fanden wir 2 Lokalitäten, die sich gegen diese omnipräsente lethargische Depressionsstimmung stemmten und einigen „durstigen“ Touris ihren sehnlichen fortgeh Wunsch erfüllten! Schlussendlich war es auch mit Hilfe von Taxifahrern nicht möglich weitere offene Lokalitäten zu besuchen und somit beschränkten wir uns auf ein ziemlich bescheidenes Lokal (Spielsalon) in dem es zumindest Bier gab! Trotz alldem war erst um 4 Uhr in der Früh unser Wille gebrochen!


Doch wer glaubte, dass es am Sonntag besser werden würde, war schlussendlich richtig enttäuscht! Ob Geschäfte, Kioske, Restaurants, Cafe´s, Pubs, KFC oder Pizzahut – einfach alles war geschlossen! Hilflos irrten 7 niedergeschlagene Jungs durch die ausgestorbenen Warschauer Straßen! Doch zum Glück fanden wir ein nettes Restaurant um ca. 14:45 Uhr! Warum die exakte Zeit an dieser Stellte? Uns fehlte der Mut das Lokal für den Rest des Tages zu verlassen, da wir uns nicht in die Ungewissheit stürzen wollten, uns somit erst so gegen 23 Uhr wieder das Restaurant verließen! Im Restaurant war es dann aber ganz nett, vermutlich etwas in Verbindung mit dem steigenden Bierkonsum! Im Lokal trafen wir dann auch noch einen etwas verrückten Spanier, der Deutsch sprach und uns anscheinend ganz gern hatte! Wir haben ihn dann aber doch irgendwann abschüttelt, da er schon ein wenig komisch war!Viel ergab sich in der Folge leider nicht mehr!

 
Für die Jungs tut´s mir halt Leid, hätt ich gewusst wie stark der polnische Glaube ist, hätt ich ihnen das bestimmt nicht zugemutet! Trotzdem hat´s mich irsinnig gefreut, mal wieder meine Freunde zu sehen und auch mal so richtig Gas zu geben – was ich ja sonst hier nie mache!!! So heute werd ich dann legendär außer ausschlafen und regenerieren gar nichts mehr machen! So ein Besuch hat´s ja doch in sich! Zum Glück hab ich noch 3 Tage frei, zumindest offiziell, denn lernen sollt ich jetzt auch schön langsam anfangen! Es kommen zwei harte lernintensive Wochen auf mich zu!

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