Jürgen's profileLa vida en ArgentinaPhotosBlogListsMore Tools Help

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    April 11

    Salta, Jujuy und Tucúman – Die Rückkehr des Touris!

    Nach gut zwei Wochen in denen ich einen Vorgeschmack auf die drohende Arbeitslosigkeit erleben musste, war es wieder mal an der Zeit neues Terrain zu erkunden. Selbst in einer Stadt wie Buenos Aires, sieht der Alltag eines Arbeitslosen nicht gerade allzu spannend aus. Zudem beflügeln die ankommenden Absagen nicht gerade zu überdurchschnittlichen Motivationsschüben, aber so geht’s ja derzeit leider sehr vielen….

     

    Also was macht man, man reist! Nach intensiver Planung mit meinem Reisekollegen Fabian und einem sehr sympathischen deutschen Kollegen aus meiner Wohnung haben wir uns für den Norden Argentiniens entschieden. Nach einigen Stunden Reiseführer durchlesen und der groben Tourenplanung ging’s dann schließlich am 01. April von Bs. As. aus Richtung Provinz Salta.

     

    Busfahren, wie immer ein Genuss….

    Nach gut 17,5 h Stunden im „cama ejecutivo“ (quasi Bettbus 2. Güte), sind vorerst nur Fabian und ich in Salta angekommen. Stephan befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade irgendwo zwischen Rio de Janeiro und Iguazú, also in Brasilien eben. Nach 2 Tagen in der absolut sehenswerten Stadt Salta (zugleich Provinzname), haben wir wie geplant ein Auto (VW Gol, ohne „f“) gemietet. Am frühen Samstagmorgen (4. April) sind wir dann, letztlich dann mit etwas Verspätung aber doch noch zu dritt von Salta aus Richtung San Antonio de los Cobres aufgebrochen.

    Die ersten paar Stunden im Auto sind wir durch eine absolut atemberaubende Landschaft (wüsten- bzw. steppenähnlich) gefahren, bis wir dann letztlich über einen Pass auf Rund 4000 m Seehöhe und über ein wenig Schotterstrasse in San Antonio de los Cobres angekommen sind. Dort haben wir dann aufgrund des dichten Programms das wir uns vorgenommen hatten, lediglich eine Mahlzeit eingenommen, bevor es weiterhin auf Schotter auf zu den Salinas Grandes (Salzwüsten) ging.

     

    Salinas Grandes und Humuhuaca

    Die Distanzen waren eigentlich nicht allzu weit, dennoch dauerte die Reise zu den Salinas etwas, da auch ein schneidiges Fahrzeug wie der VW Gol auf Schotterstraßen nicht allzu viel hergibt. Schließlich wollten wir eine Panne im Nichts (siehe Photos auf facebook) eher doch vermeidenJ.

    Die Salzwüste an sich ist schon etwas Beeindruckendes, vor allem die Stille die dort herrscht, war eine völlig neue Erfahrung. Weder Tiergeräusche, noch das Surren von irgendwelchen Insekten ist zu hören, es herrscht einfach absolute Ruhe (wir waren auch die einzigen Touris zum Glück!). Lediglich 3 Vollgas Touristen, die natürlich auch die obligaten Wüstenphotos machen mussten. Gegen 9 Uhr abends und nach rund 10h Autofahrt sind wir dann erschöpft aber zufrieden in unserem nächsten „Nachtlager“ in Humuhuaca (3000 m Seehöhe) angekommen. Dort hatte es für argentinische Verhältnisse richtig angenehme Temperaturen (zw. 10 – 15 Grad). Nach einer kleinen Dorftour und schönen Eindrucken von dieser typisch südamerikanischen Stadt sind wir dann am nächsten morgen wieder weitergefahren.

     

    Purmamarca, Tamboya und San Salvador de Jujuy

    Nächstes Ziel war ein kleiner Ort namens Purmamarca in einer beeindruckenden Schlucht bzw. Berggegend gelegen. Dort haben wir uns aber nur kurz aufgehalten, waren am dortigen Markt ein wenig shoppen (Lamapullover, usw. - übrigens auch Lamafleisch ist äußerst lecker!!!) bevor´s dann schließlich spontan zum einem Stopp in Tamboya kam. Mitten im Nichts, ein Ort an dem wahrscheinlich an 364 Tagen gar nichts los ist, war an diesem Tag zu einer Pilgerstätte umfunktioniert worden. Da es dort eine Vielzahl an leckeren Speisen zu extrem günstigen Preisen gab (Schnitzelsemmel für 40 Cent), war die anfänglich religiöse Distanz schnell über Bord geworfen. Man konnte wieder feststellen, das die Argentinier Fleisch über alles lieben, wir wollten da keinesfalls aus der Reihe fallen….

    Bereits 1h später sind wir dann in San Salvador de Jujuy angekommen. Dort gab es, obwohl es die Provinzhauptstadt Jujuy´s ist, nicht wirklich allzu viel zu sehen. Zum Glück hatten wir ja eh nur eine Nacht gebucht und konnten somit am folgenden Tag, nachdem wir das Auto in Jujuy noch retourniert hatten, wieder in einem der geliebten Busse Platz nehmen und unsere Reise fortsetzen.

     

    Tucúman und die LIVE-RADIO SHOW….  und schließlich noch Cafayate

    Tucúman ist eine durchaus schöne aber vor allem historisch relevante Stadt Argentiniens. Hier wurde im Jahre 1816 Argentinien (in seiner heutigen Form) gegründet. Selbstverständlich waren die Vollgas Touris auch am Originalschauplatz dieses historischen Ereignisses. Was aber viel spannender in Tucúman war, konnten rund eine halbe Million Einwohner im lokalen Radio mitverfolgen.

    Nichtswissend, mit Digicams ausgestattet sind wir eben so um die Mittagszeit von einem Gebäude zum anderen gelaufen, als uns plötzlich in einer „Kirche“ wohlgemerkt eine sympathische Argentinierin ansprach ob wir nicht Lust hätten im Radio aufzutreten, da es im lokalen Sender ein Programm gibt in dem über Reisenden (Ausländer) in Tucúman berichtet wird, die ein wenig erzählen was sie machen usw. usf.! Woran hat die wohl nur erkannt, dass wir Touris waren….

    Na das meine Antwort sich wieder ewig lang hingezogen hat war eh klar J

    2 Stunden später sind wir dann schon im Tonstudio gesessen, haben dort die beiden Radiomoderatoren ein wenig kennen gelernt, bevor wir dann klassisch on air gegangen sind. Der Rest ist Geschichte!!!!!!! War definitiv sehr geil. Auch das Spanisch war halbwegs ok J

     

    Für den letzten Tag sind dann nur mehr Fabian und ich nach Cafayate aufgebrochen, da Stephan früher nach Bs. As. musste, da sein Heimflug sich verschoben hatte. Wir haben dann noch einen gemütlichen Tag in dieser Weingegend verbracht. Für mich war es weniger angenehm, bzw. hab ich weniger mitbekommen, da ich leichte Magenprobleme hatte und eher im Hostel geblieben bin. Dennoch war es ein gelungener Abschluss. Folglich ging’s noch mal 4h im Bus von Cafayate nach Salta, dort dann noch mal 3h Aufenthalt, bevor´s dann wieder 17,5h retour (diesmal cama first class) zurück ins gute alte Bs. As. ging.

     

    Reise Resümee: Sehr viel Bus- bzw. Autofahren, aber sehr sehr geil. Traumhafte Landschaften, sehr sympathische Menschen, südamerikanisches Flair und natürlich unser Radio Auftritt J

     

    FINALMENTE….

    So das war’s mit meinen Berichten aus Südamerika, hoffe ich konnte euch ein wenig Einblick in eine durchaus ereignisreiche Zeit verschaffen. Hab jetzt noch eine gute Woche hier in Bs. As. bevor es dann auf meine Abschlussreise nach Mexico geht. Was ich dann dort so erlebt habe, erzähl ich euch dann in genau einem Monat wenn ma donn ba einem gemütlichen Murauer wieder in der guten alten Heimat zomsitzn.

     

    Bis dahin wünsch ich allen ein schönes Osterfest!

     

    Los últimos saludos de Buenos Aires, nos vemos en un rato!

     

    Fue un gusto!

    March 10

    Kündigung und Rosario

     

    So nach 3 Monaten „Arbeit“ war es an der Zeit mal den Hut drauf zu schmeißen und wieder richtig zu leben zu beginnen. Da ich ja in den vergangenen Wochen wohl eher hauptberuflich auf facebook zu tun hatte und ich die meisten Stunden im Büro lediglich für die Jobsuche für die Zeit nach Argentinien sinnvoll nutzen konnte, wurde es definitiv Zeit das Arbeitsverhältnis ein Monat früher als vertraglich vereinbart zu beenden. Glücklicherweise sind die Argentinier auch in derartigen Situationen sehr umgänglich und so bekam ich zu meiner Kündigung noch ein schönes Abschiedsgeschenk und einen echt netten Abschied durch meine Kollegen. Das scheint wohl Kündigung auf Argentinisch zu sein. Zum Glück ist auch mein Arbeitszeugnis ok und ich kann wieder was meinem CV hinzufügen!

     

    Rosario – Beachparty

    Gerade einmal Tag war vergangen nach meiner Kündigung als es schon wieder Zeit für einen kleinen Ausflug war. Zusammen mit Stephan (Freund aus meiner neuen Wohnung) und Eivind (Norwegischer Fußballkollege hier) haben wir uns am Samstagmorgen auf in die Geburtsstadt von Ernesto „Che“ Guevara gemacht.

    Nach ein wenig Sightseeing in der ca. 1 Millionen Einwohner Stadt, rund 4h nördlich von Bs. As. gelegen, mit einem echt schönem Monument (Monumento de la Bandera) und natürlich an einem Besuch an Che Guevara´s Geburtshaus ging´s zurück in unser sehr sympathisches wenn auch eigenwilliges (oder besser gesagt, argentinisch übliches) Hostel.

    Dort wurden wir dann vom Besitzer gleich zum Sommer-Abschieds Fest am Rio Parana (im Norden der Stadt) eingeladen. Nach ein paar einstimmenden Bierchen mit spontaner argentinischer Live-Musik sind wir dann um rund 1 Uhr in der Früh Richtung Beachparty aufgebrochen. Wir hatten ja nicht gewusst was uns mit „Beach“ wirklich erwartet, aber es war besser als wir dachten. Eine echt sehr geile Location, perfekte sommerliche Temperaturen und fast nur Mädls aus Rosario – tja manchmal hat man´s echt nicht leicht im Leben!:)

    Selbst ein tänzerisch so zurückhaltender Typ wie ich war plötzlich total motiviert zu tanzen. (Na gut, der Caipirinha hat grad mal 2 Euro gekostet)! Also haben wir bis gut 7 in der Früh am Strand richtig abgeshaked! Es war echt genial!

    Am Sonntag sind wir dann erst so gegen Mittag aufgestanden, da wir nach der Strandparty ja dann noch unbedingt auf eine After-Hour-Party gehen mussten!

    Sind also Sonntags nur gemütlich in einem Park im Zentrum von Rosario gelegen und haben einen einfach entspannten sonnigen Tag genossen!

     

    Derzeit mach ich grad gar nichts, was mir zumindest kurzfristig auch nicht grad ungelegen kommt. Hab Zeit noch einige Dinge in der Stadt anzusehen, die ich bislang immer noch nicht geschafft habe und mich natürlich weiterhin um einen Job zu kümmern. Morgen geht’s dann nach Uruguay, da ich mein Visum wieder verlängern muss. Nächste Woche werde ich dann aber wieder etwas aktiv werden und werde noch mal einen Sprachkurs machen. Mal für eine Woche einen Einzelkurs, da mir das hoffentlich mehr bringt als der Gruppenunterricht zu Beginn meines Aufenthaltes. Leichte Fortschritte hab ich ja zumindest schon gemacht und darum macht dies jetzt durchaus Sinn!

     

    Ansonsten gibt’s grad nicht viel mehr zu erzählen, heut schau ich mir halt noch gemütlich das Championsleague Spiel mit meinen Kollegen hier in der Wohnung an und danach gehen wir selbst noch ein wenig kicken! Also alles grad sehr entspannt, sehr argentinisch…

     

    Hasta pronto!

    February 19

    Trip nach Patagonien

     

    Nach dem abrupten Ende in meiner Wohnung in Palermo, ging es Schlag auf Schlag. Diesmal aber sehr viel entspannter...

    Nachdem ich noch von Montag bis Mittwoch gearbeitet hatte und bei Fabian genaechtigt hatte, gings Donnerstags mit Isabel, Isabella, und Fabian auf nach Patagonien zum (Wander-)Urlaub!

     

    El Chaltén

    Donnerstag Abend sind wir nach einem knapp 3-stuendigen Flug bei rund 10 - 15 Grad in El Calafate angekommen. Dort hat uns dann das erhoffte Gegenteil von Buenos Aires erwartet. Kuehle Temperaturen und eine sehr ruhige entspannte Atmosphaehre! Abends haben wir dann noch die folgenden 2 Tage in El Chaltén (ca. 250 km entfernt) geplant. Nach einer etwas geruchsintensiveren Nacht (der Englaender in unserem Zimmer hatte seine Wanderschuhe zum ersten Mal, seit Wochen wahrscheinlich, ausgezogen), gings frueh morgens auf ins Bergdoerfchen El Chaltén.

    Leider spielte das Wetter nicht ideal mit, aber wenn man schon mal dort ist, muss man das natuerlich ausnutzen. Also haben wir uns einfach so gut wie moeglich wetterfest angezogen um dem feucht-kuehlen Wetter entgegenzuwirken. Nach einer ersten Wanderung zu einem Wasserfall und einem staendig besser werdendem Wetter haben Fabian und ich noch entschieden, zumindest einen kleinen Gipfel zu eroberen. Nach einem Aufstieg abseits der Routen waren wir dann auf einer Anhoehe angekommen die uns schon eine sehr schoene Aussicht auf die Gebirgsformationen der Region bot. Zur Beschreibung gibts hier eh einige Photos. Jedenfalls war es richtig entspannend, mal nicht in einer Abgaswolke zu stehen sondern enspannt von einem Felsen die Landschaft zu geniessen und mal all die Vorkommnisse der vergangenen Tage schoen beiseite zu schieben und sich richtig wohl zu fuehlen. Das waren wieder Momente wo man realisiert, wie schoen es in der Natur doch sein kann!

    Am folgenden Tag war das Wetter zu Beginn leider sehr schlecht und es sah dannach aus als wuerden die Wanderungen fuer heute ins Wasser fallen. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck (3h in einem Café), sind wir zurueck ins Hostel wo wir dann entschieden hab, doch rauszugehen und zumindest ein wenig zu wandern, da rumsitzen im Wanderurlaub ja wohl gar nicht geht. Gluecklicherweise konnten wir gleich nach dem Verlassen des Hostels das eigentliche Highlight von El Chaltén den „Fitz Roy“ in der Ferne erkennen. Da sich ein davor ein Huegel (kl. Berg) auftat, entschlossen wir auch auf Grund des ploetzlich besseren Wetters dort hinaufzuwandern um vielleicht doch einen besseren Blick auf den Berg zu erlangen. Nach einem raschen Aufstieg konnten wir wiederum ein super Panorama geniessen und auch dieser Tag fand einen angemessenen Ausklang.

     

    El Calafate und Perito Moreno

    Samstagabend kamen wir dann wieder in El Calafate an. Am Sonntag gings dann zur klassischen Touristentour zum beruehmtesten Gletscher der Gegend – dem Perito Moreno.

    Nach anfaenglich erneut weniger gutem, regnerischem Wetter, machten wir zuerst eine Bootstour entlang des Gletschers und anschliessend gings dann entlang der Pfade zu den faszinierenden Aussichtspunkten des Gletscherareals. Wiederum wurde das Wetter besser und uns bot sich ein echtes Naturschauspiel. Grundsaetzlich klingt eine Gletschertour fuer einen Oesterreicher ja nicht allzu spannend, aber das war definitiv beeindruckend und ein absolut laessiges Erlebnis. Zudem hatten wir auch Glueck mit einem Gletscherabbruch, auf die man hier oftmals vergeblich wartet. Da wurds dann schon mal laut als so ein einige Tonnen schwerer Eisblock ins Wasser gekracht ist. Die Eisformationen und die umgebenden Seen machen diesen Ort wirklich beeindruckend.

     

    Todo Glaciares

    Am Montag haben wir dann in „Touri-Manier“ noch die rund 6-stuendige Bootstour im Lago Argentino zu drei verschiedenen Gletschern gemacht. Wettermaessig war es wie an den vorangegangenen Tagen, es wurde als im Laufe des Tages immer besser. Die Eisberge sind im Sonnenlicht schon noch um einiges schoener. Photos gibts dazu ja genuegend! Abends haben wir dann noch gemuetlich im Hostel bei Wein und Bier verbracht und schoen langsam den sehr gemuetlichen Urlaub ausklingen lassen.

     

    Chilliger Abschlusstag in Calafate

    Am letzten Tag, bei sehr schoenem Wetter, sind wir dann nochmal am Lago Argentino (groesster See Argentiniens) entlang gewandert. Haben in den Duenen noch einmal die Ruhe genossen und Kraft getankt, bevors dann wieder ins rund 15 – 20 Grad waermere Bs. As. zurueck ging. Ich waer gern noch laenger dort geblieben....

     

    So heute wieder in der Arbeit, zumindest im Buero, denn von Arbeit kann man ja nicht wirklich sprechen! Das Thema Wohnungsumzug wird heute erledigt, nach der Arbeit werd ich mal wieder siedln – auf das freu ich mich vielleicht wieder L. Wie´s mir in der neuen WG geht, lass ich euch wissen sobald ich mich „wiedermal“ eingelebt hab!

    February 10

    Alles NEU in Buenos Aires!!!!

    Hola a todos!

     

    Tja, unerwartet kommt ein Bericht. Unerwartet ist die neue Konstellation in Buenos Aires. Unerwartet war mein Abschied aus meiner „Familien WG“! Und unerwartet lang ist der Bericht! Ein Kaffee waer an der Stelle vielleicht angebracht! J

     

    Das Ganze noch einmal kompakt zusammengefasst, da ich die Geschichte ja mittlerweile schon 150 mal erzaehlt habe, erscheint mir wichtig und ich denke es hat auch einen gewissen Unterhaltungswert. Ich werds zuerst ein wenig spannender schreiben, das verleiht der Geschichte die gewisse Wuerze! Das ich unterschiedliche Perspektiven verwendet hab, soll keineswegs Verwirrung stiften, is eben einfach wie es mir gerade eingefallen ist! Gute Unterhaltung mit dem Blockbuster...(wahre Begebenheit)

     

     

    Gewessler Juergen in „Time to leave“

    Es war einmal ein Ausstauschpraktikant, ein Oesterreicher, der sich ins Abenteuer Argentinien stuerzte. Seine Wohnungswahl fiel, um einen gewissen grad an Sicherheit zu gewaehrleisten, auf eine argentinische Familie im schoenen Viertel Palermo.

    Alles schien seinen Weg zu gehen, mittlerweile waren auch schon 3 Monate verstrichen, als ploetzlich das wahre „Ich“ der Vermieterin zum Vorschein kam. Und das war wiederum mehr als unerwartet...

     

    Unwissend, relativ entspannt sitzt der Hauptdarsteller im Wohnzimmer der Familie – wir schreiben den 09. Februar 2009, 20:00 Uhr Buenos Aires, Ortszeit. Er hatte gerade den obligatorischen Sonntagsanruf bei seiner Familie erledigt, als sie ploetzlich kam. Barbara – die Vermieterin des Grauens, die bis dato relativ nett schien.

     

    Mit den Worten, „Juergen haettest du kurz Zeit, wir muessen da was besprechen!“, begann ein neues Kapitel in Buenos Aires! (des is wohl eher zum Spannungsaufbau gedacht!)

     

     

    Kapitel I: Einige Stunden davor....

    Grundsaetzlich muss vorweggeschickt werden, dass die Wohnung grundsaetzlich zwei Zimmer fuer die Studenten hat. Die Woche zuvor waren zwei neue Maedls aus den USA in die Wohnung gekommen. Am Tag vor der „Wende“, lud der Oesterreicher die beiden Maedls in charmanter Manier zu einem Flascherl Wein auf der Dachterrasse ein. So sind wir halt! Nach einem netten Gespraech ueber die gemachten positiven sowie negativen Erfahrungen in der Wohnung, erzaehlten die Maedls davon, dass sie nicht ganz gluecklich seien mit der Wahl der Wohnung und eigentlich laut ihrem Programm sowieso Anspruch auf ein separates Zimmer haetten! So weit so gut.

     

    Am folgenden Tag erzaehlten die Maedls der Vermieterin von ihrem Anliegen, ohne dabei boese Absichten zu verfolgen! Folglich hatte die Vermieterin Zeit, den perfekten Plan zu schmieden!

     

     

    Kapitel II: Das Gespraech (Dialogform)

    Barbara:...Juergen wir muessen da was besprechen... ...du weisst ja, dass die Maedls eigentlich ein separates Zimmer braeuchten, in der Wohnung aber nur 2 vorhanden sind! Deshalb ware es gut wenn du die Wohnung verlassen koenntest! (Ohne Scheiss, ihr erster Satz)

     

    Juergen: (thinking) WOW, ok, is grad Fasching, macht sie einen Scherz – ich frag lieber mal nach! ...Entschuldige Barbara, meinst du das im Ernst oder soll das ein schlechter Scherz sein? Du willst das ich die Wohnung verlasse, weil die Maedls ein weiteres Zimmer brauchen? Dir ist schon klar, dass ich hier einen Vertrag habe bis mitte April, sprich das dies schriftlich festgehalten ist!

     

    Barbara: Ja klar weiss ich dass, aber die Maedls wuerden bis Juli bleiben und du nur bis April, und laut ihrem Programm brauchen sie separate Zimmer! (Es folgen gegenseitige Beschimpfung sowie Schuldzuweisungen).

     

    Nach dem sie mir somit unmissverstaendlich klar gemacht hat, dass ich verschwinden sollte, hab ich kurzfristig meinen lieben Freund Fabian kontaktiert und gefragt ob er dem zukuenftigen Obdachlosen eine Unterkunft gewaehren koennte! Natuerlich haette ich mich querlegen koennen und auf meine Vertrag bestehen koennen, aber irgendwie kam mir dieser Abschied, wenn ich ihn auch keinesfalls auf diese Art und Weise erwartet hatte, und besonders nicht zu diesem Zeitpunkt, gar nicht so ungelegen. So zufrieden war ich mit der Unterkunft ja sowieso nicht! Man soll doch die Gelegenheiten nutzen die sich einem bieten!

     

     

    Kapitel III: Die Maedls aus den USA

    Immer noch aufgebracht, aber schon am packen, kamen ca. eine Stunde spaeter die beiden Maedls wieder zurueck in die Wohnung. Barbara war inzwischen gegangen, wahrscheinlich um ihren gelungenen Plan zu feiern. Ich bat die Maedls kurz um Aufmerksamkeit um ihnen die Geschichte zu erzaehlen. Was mir anschliessend sehr imponiert hat, war dass die Maedls ohne zu zoegern entschieden aufgrund dieser absolut unzumutbaren Situation aus Solidaritaet auch auszuziehen. Da die Maedls in der Naehe eine Freundin hatten, dauerte es keine 15 Minuten bis ihre Sachen gepackt waren und ich den Maedls noch beim raustragen behilflich war. Wir haben dann noch Nummern ausgetauscht und werden bestimmt noch einiges miteinander unternehmen.

     

    Sichtlich zufrieden, dass ich meiner Vermieterin somit alle ihre Plaene zerstoert hatte, wartete ich geduldig auf ihre Rueckkehr um ihr nochmal ordentlich die Meinung zu sagen und sie eben mit der Tatsache zu konfrontieren, dass sie nun auch keinen einzigen Dollar von den Maedls zu sehen bekommen wird. Mit geduldig warten, meine ich System of a down auf einem gut hoerbaren Dezibelnivel, schliesslich sollten ja auch die Nachbarn was davon haben. Mich gehts ja eh nix mehr an J!

     

    Um 1 Uhr in der Frueh kam sie dann zurueck. Ich bat sie hoeflich aber entschlossen sich zu setzen und sich Zeit fuer ein Gespraech zu nehmen. Ich nannte 3 Punkte waehrend ich klassisch wie bei einer Praesentation in Kufstein stehend ueber folgende Punkte referierte: 1. Ich spreche auf Englisch da du das auch verstehst und i mich so besser ausdruecken kann. 2. Ich spreche im Namen der Maedls die auch die Wohnung verlassen haben und 3. spreche ich fuer mich selbst da ich dir noch einige Sachen mit auf den Weg geben moechte, da ich mich so nicht abfertigen lasse!

     

    Eine halbe Stunde spaeter, nachdem mein Vortrag zu Ende war, hab ich mich dann ein letztes mal in der Wohnung zu Bett begeben. Und dies sichtlich zufrieden!

     

     

    Kapitel IV: Der Abschied

    Am naechsten Tag war dann wieder arbeiten angesagt. Ich bin dann wieder um 17 Uhr heim, hab mich umgezogen und bin auf Wohnungsbesichtigungstour gegangen. Die Agentur war hierbei sehr rasch und hilfreich. Hatte noch am Vorabend ein Mail an meine Koordinatorin geschickt! Um ca. 20 Uhr bin ich dann ein letztes Mal in die Wohnung um meine Sachen abzuholen und fuer die kommenden Tage bei Fabian unterzukommen. Nach einem kurzen Handschlag mit dem netteren der beiden Brueder sowie einem klassischen „Adios“ ohne meine Hand auch nur ansatzweise in ihre Richtung zu strecken, verabschiedete ich mich von Barbara und somit vom Kapitel Unterkunft in Palermo!

     

     

    Kapitel V: Die Wohnungssuche

    Die erste war in Recoleta (sehr gute Lage in Bs. As.), leider war gleich mein erster Eindruck sehr "steril" uebertrieben genau und auch die Vermieterin etwas zu reserviert. Ihre ersten Worte waren "no sexo y que no te borraches"! Was so gut wie "keine Sexorgien und Saufgelage" heisst. War ja auch prinzipiel nicht meine Absicht! Wusste gar nicht, dass ich so versaut ausschaue :). Wie auch immer, des weiteren hatte die Wohnung keinen Internet-Zugang und ich muesste sie eben 3 Tage die Woche auch noch mit dieser Vermieterin teilen. Da ich aufgrund meiner vorangegangenen Erfahrung mit Barbara eine leichte persoenliche Barriere gegenueber alleinstehenden argentinischen Frauen im mittleren Alter aufgebaut hatte, kam die Wohnung nicht mehr wirklich fuer mich in Betracht.

     

    Die zweite Wohnung war das komplette Gegenteil. Die Lage ist halbwegs ok, nicht perfekt aber dennoch akzeptabel. Es ist eine internationale WG (Deutsche, Franzosen, Amerikaner, Brasilianer - insgesamt 9 Leute). Witzig war, dass die erste Person, die mir vom Vermieter vorgestellt wurde, ein Fussballkollege von mir hier war - tja so klein ist die Welt. Das war schon mal ein guter Start! Als naechstes hat er mir ein Maedchen aus Deutschland vorgestellt, tja und wie es der Zufall so will kannte ich das Maedl auch schon. Die Zeichen wurden immer klarer. Nachdem ich mit allen 3 Deutschen gesprochen hatte, mir ein Feedback zur WG, Lage, usw. eingeholt hatte, war ich schon relativ ueberzeugt. Natuerlich is es halt alles geteilt. Es gibt eben 4 Baeder fuer die 9, sowie eine Kueche und die Zimmer sind halt klein und nicht gerade Suiten. Aber mein Gott, hauptsach ma fuehlt sich wohl. Als mir dann der Vermieter noch die Dachterasse mit Liegestuehlen und Grill gezeigt hatte, war meine Entscheidung im Prinzip schon gefallen! Wohnzimmer mit Internet gibts ja auch noch!

     

    Ende der Geschichte!

     

    Anmerkungen

    Finanziell ist laut meine Koordinatorin alles geklaert, es entstehen keine zusaetzlichen Kosten. Und, meine Ex-Vermieterin hat ihren Fehler eingestanden und bedauert ihr Handeln mittlerweile. Tja, da haett sie ihren Spruch "Juergen, verhalte dich doch wie ein Erwachsener" selbst anwenden sollen, in dem sie ihr Hirn einschalten haette sollen bevor der Mund aufgegangen is!!!!

    Wie auch immer ich hab mit der Situation abgeschlossen und kann mittlerweile darueber lachen. Ich denke es hat schon alles irgendwie einen Sinn. Geh mit an guten Gefuehl nun in die WG. Werd das auch gleichmal an meine Koordinatorin weiterleiten und dann gleich nach unserem Calafate Urlaub einziehen.

     

    Auch meine Arbeitskollegen sind extrem nett und froh das alles so gelaufen ist und haben mir auch was auf Spanisch zusammengeschrieben, dass ich meiner Ex-Vermieterin noch per mail zukommen lassen werd. Nix Schlimmes, aber stillvoll und dennoch markante und eindringliche Worte, die ihr zu denken geben sollten! Des weiteren wurde sie ja schon von der Liste der Agentur gestrichen, dass is auch schonmal a kleine Genugtuung.

     

    Abschliessend bleibt nur noch anzumerken, dass es mir wieder bestens geht und alles "tranquilo" ruhig ist!

     

    Ich glaub wirklich, des hot schon so gepasst. Fuehl mich grad irgendwie ziemlich gut! :)

     

    Vor allem solche Erfahrungen machen solche Trips doch so wertvoll und erinnerungswuerdig!

     

    Guat, das war jetzt sehr viel Information, aber das musste festgehalten werden! Ich hoffe, ihr als Leser, koennt der Geschichte folgen und habt euch nicht gelangweilt!

     

    Bis zum naechsten mal (hoffentlich ein bisschen wenig dramatischer J)!

    January 30

    La vida en Buenos Aires

     

    So lange Zeit keine Neuigkeiten aus dem immer noch brütend heißen Buenos Aires. Tja, auch in einer derart großen Stadt kehrt irgendwann der Alltag ein, was keinesfalls bedeutet, dass es langweilig werden würde. Ganz und gar nicht!

     

    Job und Reiseplanung

    Jobmäßig gibts hier ziemlich große Schwankungen. Ende Dezember war eher eine stressigere Phase, aber seit Jänner ist die gesamte Belegschaft in der Agentur eigentlich am Däumchen drehen. Darum hab ich auch vor rund zwei Wochen entschieden, anstatt der vereinbarten 8h pro Tag nur mehr 6h anwesend zu sein. Als unbezahlter Praktikant fühle ich mich alles andere als genötigt hier unnütze Zeit abzusitzen. Wobei ich nunmehr eine sinnvolle Beschäftigung gefunden hab. Jobsuche für die Zeit nach Argentinien und manchmal halt auch einfach Reiseplanung für meine verbleibende Zeit hier. Nach längerem hin und her, hab ich mich nun doch entschieden meine Abschlussreise nach Mexico zu machen. Auch wenn der Flug alles andere als günstig ist, denke ich doch dass es eine gute Gelegenheit und ebenfalls ein würdiger Abschluss meines Trips hier wäre. Zudem kann ich ja schon mal ein wenig Geld sparen, da ich in Mexico City bei meiner Freundin Adriana (aus den guten alten Warschauer Zeiten) wohnen kann. Stadtführungen sowie Urlaub mit ihr und ihren Freunden irgendwo an der Pazifikküste inbegriffen. Tja, es gibt definitiv Schlimmeres J

    Zusätzlich hab ich eben, wieder mal, um ein paar Tage Urlaub angesucht, da ich mich mitte Februar mit Fabian und Isabel nach Calafate in den Sueden Argentiniens aufmachen werde. Zusätzlich sollte dann noch Rosario im Februar drankommen, dann is das Reisepensum für Februar erfüllt. Ganz cool ist, dass Isabel hier in Bueonos Aires ist. Es is schon fein, wenn man wieder jemand Bekannten trifft. Wir haben auch schon einiges gemeinsam unternommen. So kam ich zumindest auch wieder mal zum Sightseeing. Die (Schwarz/Weiß)Photos sind ja eh schon seit längerem auf dem Blog!

     

    San Antonio de Areco

    Nach 4 Wochen in Buenos Aires, begleitet von einer immensen Hitze, war es wieder mal an der Zeit etwas Ruhe und Entspannung vom Großstadtalltag zu bekommen. Da Fabian auch noch Besuch von 2 Freunden aus Deutschland bekam, ergab sich die gute Möglichkeit, mal in die erste Gaucho(Cowboy-)stadt in der Provinz Buenos Aires zu reisen. Man konnte nicht allzu viel von der Stadt bzw. dem Ort erwarten, aber dennoch wars absolut gemütlich und sehr entspannend mal einfach einen Tag in einem kleinen Dorf an einem Fluss zu verbringen – ohne in den Abgaswolken der Busse zu versinken! Tagsüber sind wir gemütlich am Fluss gelegen um Abends dann ein wenig intensiver ins Bierglass zu schauen. Einziger negativer Aspekt war das Essen. Das typisch argentinische Asado, auf das wir uns so gefreut hatten! Es entsprach keinesfalls unseren Vorstellungen vom argentinischen Fleisch, das war wohl eher der Touristenrest der für uns übrig blieb. Zumindest konnt ich meine Spanischkenntnisse auch mal ein wenig zum beschweren benutzen.Wir haben das aber relativ rasch abgewickelt und hatten noch einen sehr lässigen Abend! Dafür gabs gestern Abend nach dem Kino wieder ein richtig köstliches Stück Fleisch. Hmmhh, riquísimo!

     

    Tigre

    Bereits am Tag nach San Antonio de Areco, gings sofort wieder von Retiro-Zugstation Richtung Tigre. Das ist so etwas wie eine Vorstadt von Buenos Aires. Auf dem Hinweg bekam man einen Eindruck wie groß Buenos Aires wirklich ist. Nach einer Stunde Zugfahrt an der Stadt entlang waren wir dann in Tigre angekommen. Dort haben wir dann eine typisch touristische Bootstour unternommen. War aber sehr fein und entspannend. Zum Glück waren beide Ausflüge kostengünstig und ich bin absolut in meinem Budgetplan. Calafate und Rosario können also kommen! Erst kürzlich hatte ich auch etwas von einem Karneval (soll die kleine Variante von Rio de Janeiro sein) nicht weit von Buenos Aires mitbekommen, ich werd auch in diese Richtung noch recherchieren. Man sollte ja immer eine weitere Option haben! Zudem wär ein wenig Fasching, wenn ich schon nicht beim Fanturnier mitspielen kann, schon ganz fein.

     

    Ansonsten komm ich jetzt, da ich weniger arbeite, zweimal pro Woche zum Fussball spielen, was mir sehr entgegenkommt. Versteh mich mit den Jungs echt ausgezeichnet, und man wird auch immer wieder auf Grillerein oder einfach gemütliche Abende in irgendwelchen WG´s eingeladen. So lässt es sich ganz gut leben. Wie gewohnt gibts wieder einiger Bilder zum trockenen Text!

     

    Schöne Grüsse in die winterliche Heimat!

    December 30

    Küstentrip Uruguay - Weihnachten am Strand!!!

    Bereits nach 2 Wochen fleißiger Arbeit hab ich mir in dezenter Praktikantenmanier gleich mal 1 Woche Urlaub genommen. Da ich Weihnachten ja sowieso nicht mit der Familie bei der ich wohne verbringen wollte, bot sich diese sehr sehr kurzfristige Aktion besonders gut an. Da derzeit auch kaum Arbeit in der Agentur ist, war es auch kein wirkliches Problem. Bin einfach am Freitagmorgen zu meiner Personalerin gegangen und hab eben von einer einzigartigen Chance gesprochen und Bla bla bla – und schon konnte die kurzfristige Reiseplanung losgehen.

     

    Buenos Aires – La Paloma

    Gemeinsam mit Amin (ohne “r”) aus Graz (hatte ihn bei den Tandem Treffen kennen gelernt) und Valería (ein Mädl aus Mailand – eine Freundin von Amin) ging’s Samstagmorgens auf Richtung Uruguay. Unser erster Stopp war nach der Überfahrt über den Rio del Plata die Stadt Colonia von der aus es anschließend in die Hauptstadt Montevideo ging. Von dort aus fuhren wir dann wiederum mit dem Bus weiter zu unserer ersten Destination – La Paloma.

    Meine beiden Reisekollegen hatten für diesen Ort bereits für 3 Nächte eine Cabaña (Hütte) organisiert. Die Unterkunft in La Paloma war echt extrem gemütlich und natürlich mit einem ordentlichen Grill ausgestattet. Leider war das Meer hier ziemlich frisch – gefühlte 15 Grad. Dieser erster Eindruck vom Meer war leider nicht ideal dafür bot sich aber ein langer schöner Sandstrand zum entspannen. Wir nutzten diese ersten Tage um die Ruhe zu genießen und somit Abstand zum lauten Buenos Aires zu erlangen.

     

    La Paloma – Aquas Dulces

    Am Dienstag ging unsere Reise dann nach Aguas Dulces weiter. Dieser Ort mag wohl der abgelegenste und untouristischste Ort an der ganzen Küste Uruguays sein – für uns war das geradezu perfekt. Wir wurden wie eine kleine Sensation empfangen, da hier scheinbar der Touristenverkehr sich doch in Grenzen hält. Wir hatten dann relativ schnell wieder eine Cabaña für letztlich 4 Tage gefunden. Die erste schöne Überraschung in diesem Ort war, das die Meerestemperatur obwohl wir nur ca. 60 Kilometer nördlich von La Paloma waren bei angenehmen 23 Grad zu längeren Aufenthalten einlud. An den Stränden befanden sich nur einige Einheimische und so hatten wir einen ewig langen Sandstrand quasi für uns allein. Das war Erholung pur!!!

    Am 24. Dezember haben wir dann in Südamerikanischer Manier ein Weihnachtsasado (Grillerei) gemacht. Am hauseigenen Grill haben wir einige perfekte Stücke Fleisch gegrillt und natürlich auch unseren hauseigenen “Weihnachtsbaum” (eine kleine Palme die unsere Vermieterin mit einer Lichterkette geschmückt hatte) zum leuchten gebracht. Es war ein ungewöhnlicher Weihnachtsabend fern ab von der Familie, dennoch hatte auch dieses Fest mit zwei echt gemütlichen und sympathischen Reisegefährten etwas für sich! Ansonsten hatten wir einen urlaubstypischen Tagesablauf. Wir standen ca. gegen 10 Uhr auf, machten uns dann ein gemütliches Frühstück (Brunch) im Freien und machten uns anschließend auf zum Strand zum relaxen und Wellentauchen. Abends haben wir ab und zu daheim gekocht, da vor allem Valería wusste wie man eine äußerst schmackhafte Pasta mit Meeresfrüchten zubereitet. Ansonsten waren wir in einem der zwei Restaurants in Aguas Dulces. Die Preise in Uruguay laden gerade dazu ein. Ein Grillmix mit Bier kostet rund 6 Euro! Am Abend konnte man sich auch noch in der Spielhalle vergnügen. Vor allem Amin genoss die Spielabende. Die Spielhalle war wie die Hallen in Italien, nur waren die “Computer” ca. 20 Jahre alt. Wir fühlten uns wie in “Zurück in die Zukunft” – ein nostalgischer Hauch der die Abgeschiedenheit unterstrich und uns alle äußerst positiv und entspannt stimmte. Wir waren dann auch noch in der Bar vom “Gordo” (Dicken) (Winzigmann von Aguas Dulces), der sich besonders über Amin und mich freute, da wir die ersten Österreicher in seinem Pub und ich denke somit auch in dem Dorf waren! Er musste gleich ein Photo von uns machen – als Andenken.

     

    Tagesausflug nach Cabo Polonio

    Am 25. Dezember haben wir uns dann noch nach Cabo Polonio aufgemacht. Ein Ort in einer Dünengegend ca. 20 Kilometer südlich von Aguas Dulces der nur mit Jeeps erreichbar ist. Eine abgeschiedene Halbinsel mit Traumstränden war somit die ideale Option für den eigentlichen Weihnachtstag (zumindest wenn es nach Valería ging)! In diesem Ort konnte man auch hautnah an unzählige Seelöwen heran. Ein echt perfekter Ausflug zum Entspannen.

     

    Aguas Dulces – Punta del Diabolo - Montevideo

    Am Freitag ging’s dann noch für 1 Nacht nach Punta del Diabolo. Ein Ort in dem der Tourismus bereits Einzug gehalten hatte. Auch hier fanden wir sofort wieder eine nette Cabaña für rund 8 Euro pro Person pro Nacht. Highlight in Punta del Diabolo sind die teilweise echt hohen Wellen, die perfekt zur Erfrischung dienten. Am Abend gingen wir dann wieder gemütlich Essen. Am Samstagnachmittag ging es dann rund 4 Stunden retour mit dem Bus nach Montevideo. Dort nahmen wir uns dann auch problemlos für eine Nacht noch ein Hostel und machten sowohl abends als auch am nächsten Morgen eine kleine Sightseeingtour durch die Stadt. Es war auch wieder eine kleine Eingewöhnungsphase für Buenos Aires. Nach denn so ruhigen und abgelegenen Orten an der Küste kam Montevideo (rund 1,3 Millionen Einwohner) gerade recht. Mit der Fähre gings dann wieder retour in das brütend heiße Buenos Aires – die Großstadt hat uns wieder!

     

    Zusammenfassend war’s eine echt geniale Woche mit beeindruckenden landschaftlichen Erlebnissen, sehr sympathischen und lustigen Reisekollegen und auch freundlichen Einheimischen die uns stets weitergeholfen haben. Tja wie üblich, war eine total spontane Aktion wieder mal genau das Richtige!!! Als kleiner Reisetipp bleibt anzumerken, dass man sich in Montevideo mit Geld eindecken sollte, da keiner der Orte in denen wir waren, auch nicht die touristischen, über Geldautomaten verfügen. Mit Kreditkarte und Ach und Krach haben wir uns durchgekämpft! Valería fuhr am Freitag von Punta del Diabolo ins 60 Kilometer entfernte Chuy (an der brasilianischen Grenze) um Geld für unsere Rückreise zu holen. Auch die Einheimischen müssen dass so machen, aber der Bus kostet ja auch nur rund 1,50 Euro!

    So nun geht’s wieder zum Arbeitsalltag über, wenn auch nur bis Mittwoch denn zumindest der 1. Jänner ist hier ja auch ein Feiertag. Derzeit hab ich noch keinen Plan was ich zu Silvester machen werd, aber ich denk mal, dass in Buenos Aires doch das Eine oder Andere los sein wird!

     

    In diesem Sinne, allen Lesern noch einmal nachträglich eine schöne Weihnachtszeit und auch einen guten Rutsch in ein neues gesundes und erfolgreiches Jahr!

     

    Que pasen bien!

     

    Saludos!

    December 08

    Eine Woche frei - das Reisen kann beginnen!!!


    Nachdem ich auch die 4. Woche im Sprachkurs hinter mich gebracht hatte, sollte es eigentlich nach einem kurzen Wochenende schon mit der Arbeit losgehen. Glücklicherweise scheint aber zwischen meiner Vermittlungsagentur und meiner zukünftigen Firma ein Kommunikationsproblem aufgetreten zu sein. Wie auch immer, ich muss erst morgen zum arbeiten anfangen und hatte somit fast 10 Tage zur freien Verfügung. Ich war natürlich dementsprechend traurig über diese Entwicklung….


    Vorstellungsgespräch in der Firma

    Vor rund anderthalb Wochen hatte ich mein erstes „Vorstellungsgespräch“ wohl eher zum kennen lernen, da ich den Job ja eh hab. Ich war selbst ganz überrascht, dass meine Spanischkenntnisse in diesem ersten Gespräch doch ganz gut waren. Hab fast 45 Minuten so ein wenig abseits meines Lebenslaufes und über daheim erzählt. Ist wirklich gut gelaufen. Auch die Personalchefin war sehr erfreut, dass ich so gut spreche, den sie dachte ich kann fast gar nicht Spanisch. Zwei Tage später hatte ich dann beim Chef noch ein Gespräch. Nachdem ich klassische 2 Stunden auf mein 15minütiges Gespräch warten musste war dieser Teil auch abgeschlossen und ich konnte mich an die Reiseplanung für die nächsten Tage machen! 

     

    2 Tage in Mar del Plata

    Ziemlich kurzfristig hab ich mich dann entschieden mit 3 Mädls aus Deutschland (Fabian, mein Kollege aus der Sprachschule konnte leider nicht mit) an die Atlantikküste nach Mar del Plata zu fahren. Leider hatten wir ein wettermäßig schlechtes Wochenende erwischt. Zudem war der ganze Aufenthalt nicht grad sehr berauschend. Zumindest am Samstagabend war ein kleineres Festl in unserem Hostel und ich bin zumindest wieder zum Spanisch sprechen gekommen! Um 3 in der Früh, sprach ich fast schon fließend….

    Danach waren einige Tage zum relaxen in Bs. As. angesagt. Sprich lange ausschlafen und fleißig Vokabel lernen – war selbst überrascht das ich dermaßen motiviert war! Zudem war ich mit meiner neuen Wohnungskollegin Alexandra aus der Schweiz abends einmal laufen und auch mal im Kino.

     

    Die Wasserfälle von Iguazú

    Am vergangenen Donnerstag ging es dann endlich auf die erste richtige Reise hier in Argentinien. Alexandra, Fabian und ich machten uns am Donnerstag von Buenos Aires Richtung Iguazú auf. Es folgte ein ca. 18-stündige Reise im Bus – war aber halb so schlimm, weil die Busse hier mindestens der Business class im Flugzeug entsprechen. Also man kann ganz gemütlich schlafen und sich vom Service (Abendessen, Bier, Wein, Champagner und Frühstück) verwöhnen lassen. Also eine sehr angenehme und extrem billige Art und Weise zu reisen.

    Wir hatten im Vorhinein ein echt gemütliches Hostel in Iguazú mit kleinem Pool zu äußerst günstigem Preis gebucht. Direkt nach unserer Ankunft im Hostel sind wir dann gleich zum ersten Teil der Wasserfälle auf der argentinischen Seite aufgebrochen. Uns bot sich ein wirklich unbeschreibliches Naturschauspiel, das man einfach gesehen haben muss. Zum Glück war es am ersten Tag noch nicht allzu heiß (rund 33 Grad) und auch der Touristenansturm hielt sich in Grenzen. Wir haben dann auch noch die obligatorische Bootstour zu den Wasserfällen gemacht, was ein echt lässiges Erlebnis war und richtig Spaß gemacht hat. Man kann dieses Naturschauspiel nur schwer beschreiben, deshalb hab ich auch einige Photos online gestellt!

    Am Abend waren wir dann im bis dato besten Parilla (Fleisch) Restaurant in Argentinien. Im „Gallo Negro“ genossen wir am ersten und auch am zweiten Tag ein Filet, dessen Geschmack mich jetzt noch fasziniert. Am liebsten hätt ich mir auch noch für die Busfahrt ein Stück Gegrilltes einpacken lassen! Fabian und ich aßen, bis wir fast nicht mehr gehen konnten – das war vielleicht köstlich!

    Am Samstag gings dann auf die zweite Seite der Wasserfälle – den brasilianischen Teil. Nach einer kurzen Busfahrt, konnten wir dann dieses beeindruckende Naturschauspiel auch von der brasilianischen Seite begutachten. Mir persönlich hat dieser Part noch mehr gefallen, weil man extrem Nahe an die riesigen Wasserfälle herankommt. Aber wie gesagt, des muaß ma gsegn hom!!!!

    Wir hatten dann noch Sonntag bis ca. 15 Uhr zur freien Verfügung und hatten uns überlegt auch noch nach Paraguay zu reisen, da es nicht allzu weit weg war. Da die erste Stadt „Ciudad del Este“ aber scheinbar nichts Besonderes ist, haben wir diesen Plan verworfen und haben Sonntag einfach gemütlich in der Sonne und in der Hängematte an unserem Pool verbracht. Da es aber immer heißer wurde und Samstag um 17 Uhr schon 38 Grad hatte, waren die schattigen Hängematten eher frequentiert. Wenn man bei den Temperaturen dann die Weihnachtsdekoration sieht, dann kommt einem dass schon ein wenig komisch vor!

    Generell war es sehr lustig mit Alexandra und Fabian, wir hatten echt extrem Spaß und planen eh schon ordentlich an zukünftigen Unternehmungen. Leider wird meine Zeit dafür wohl etwas knapp, da ich ja ab nun nur mehr die Wochenenden hab. Aber mal schauen, diese Woche war ja auch nicht wirklich vorauszusehen. So ab morgen geht´s dann los, mal schauen wie das wird!

    Hasta pronto!

    November 23

    La Boca, Hurlingham und der TANGO…

    Mittlerweile bin i ein gutes Monat hier in Buenos Aires und mir geht’s ausgezeichnet. Lediglich das Klima ist teilweise ein wenig zach, aber da gewöhnt man sich dran. Es gibt Schlimmeres als 35 Grad Ende November!

     

    La Boca – la legenda del DIEZ (10)

    Auf meiner Stadterkundungstour hat es mich diesmal in das Hafenviertel La Boca in Buenos Aires verschlagen. Tagsüber eine reine Touristenattraktion, vor allem der „Caminito“ – die Touristenfußgängerzone im italienischen Viertel der Stadt. Abends sollte man die Gegend hier jedoch eher meiden. Tagsüber ist es aber ein gemütliches Platzerl um einen Kaffee zu trinken und ein wenig Leute zu beobachten. Begleitet wird das ganze, im Buenos Aires Stil, mit Musik und Tangotänzern.

    Natürlich muss man wenn man in La Boca ist auch zum berühmten Stadion der Boca Juniors, dem „Bombonera“ – Pralinenschachtel, gehen! Ich wollte mir auch ein Spiel ansehen, aber da hier die Endphase der Meisterschaft ist und La Boca ein total Fußball verrücktes Viertel ist, kommt man schwer an Karten. Zumindest hatte ich letzten Sonntag (einziger Verkaufstag) keine Lust mich in eine ca. 1 km lange Schlange zu stellen um Tickets zu ergattern. Nächstes Jahr schau ich mir aber mit Sicherheit ein Match an.

    Protagonist des Viertels ist immer noch die lebende Legende Diego Maradona. Vor allem da er jetzt auch noch Teamchef der Albiceleste (Nationalmannschaft) ist, beschert ihm eine unglaublich Präsenz. In Boca ist Maradona aber wohl eher als Heiliger zu bezeichnen!

     

    Sabes bailar? Bailes muy bien!

    Die dritte Woche im Sprachkurs hatte begonnen und ich wurde auf Nivel 4 aufgestuft. Zu Beginn war das aber keinesfalls eine tolle Sache. War mit 2 Mädls (Italien und Kalifornien) zusammen – beide hatten allerdings schon 6 Jahre Spanisch gelernt und dagegen waren meine, vor allem verbalen Kenntnisse, doch erschreckend limitiert. Nichts desto trotz hab ich mich durch die echt intensive Woche gekämpft.

    Etwas niedergeschlagen nach den ersten 4 Stunden am Montag brauchte ich somit eine Aufmunterung. Da kam eine gratis Tangostunde, die von der Sprachschule angeboten wurde, gerade rechtzeitig! Tja ich weiß, ich hätte auch nicht gedacht, dass ich FREIWILLIG Tanzunterricht nehme. Topmotiviert bin ich dann gegen 6 zur Tanzschule gegangen. Dort hat uns dann eine argentinische Schönheit begrüßt, die in der Folge auch unsere ersten Tangoschritte begutachten sollte. Es waren 7 Pärchen am Start. Schon nach wenigen Minuten, hatte die Tanzlehrerin ein Auge auf mich geworfen – in dem Fall aber leider nur aufgrund meiner angeblichen tänzerischen Begabung und nicht aus den erhofften Gründen!!! Wie auch immer war ich dann das Paradebeispiel für einen beginnenden Tangotänzer. Sie war total verblüfft, dass ich eigentlich nie Tanzunterricht hatte und eigentlich überhaupt nicht so der Tanzbär bin! Mein Taktgefühl und die Ästhetik seien für einen völligen Anfänger echt beeindruckend – und das aus ihrem Mund! Selbstverständlich war der so schlecht begonnene Tag, mehr als gerettet.

     

    Ausflug nach Hurlingham

    Vergangenen Donnerstag war ich dann mit meiner Vermieterin Barbara und Matt (Wohnungskollege) zum ersten Mal außerhalb der Stadt. Ein wenig Zeit sich mal vom Lärm der Stadt ein wenig zu erholen. Im Geburtshaus meiner Vermieterin empfingen uns äußerst freundliche Leute die uns gleich zu einem Kaffee und einem gemütlichen Schwätzchen einluden. Zu meinem Vorteil konnten alle fließend englisch und ich konnte mich mal mehr einbringen als sonst. Aber ich hab trotzdem versucht so viel wie möglich auf Spanisch zu reden. Danach haben wir uns dann im hauseigenen Pool noch ein wenig entspannt, bevor´s dann wieder nach Bs. As. ging.

     

    Tenedor libre y algunos bares

    Nach einer anstrengenden Kurswoche brauchte ich am Freitag dann mal eine ordentliche Auszeit. Nach einem „tenedor libre“ (all you can eat) Essen für ca. 5 €, ging es dann Abends noch in einige gemütliche Pubs mit argentinischer Lifemusik und dann noch in einen Reggae Club. Zum essen bleibt noch zu sagen, dass jeder der Fleisch liebt mit Sicherheit Argentinien liebt – das is hier einfach echt Genuss pur und das zu sehr vernünftigen Preisen. Selbstverständlich kann einem hier auch beim Nachtleben kaum fad werden. Es gibt ja doch die eine oder andere Bar hier!

     

    Fútbol en la cancha

    So endlich hab ich es auch geschafft mich sportlich zu betätigen. In Buenos Aires gibt es etliche Fußballhallen, genannt canchas (eigentlich Feld). Über´s Internet (Facebook) bin ich da auf eine Gruppe von Argentiniern und Leute aus der ganzen Welt gestoßen, die sich regelmäßig auf eine Partie Fußball treffen. Eine Nachricht später, war ich dann schon mit Argentiniern, einem Ukrainer, einem Deutschen, Engländer usw. auf dem Feld und wir haben 1 Stunde lang lässig gekickt! Werd versuchen das regelmäßig zu machen, da die Jungs echt lässig drauf sind und weil i so doch zum spielen auch wieder komme!

     

    Hasta la próxima vez!

    November 10

    36 Grad im Frühling

    Nun bin ich seit gut 2 Wochen hier in Buenos Aires und mittlerweile würde ich sagen ich hab mich ganz gut eingelebt, wobei vor allem die Temperaturen in den letzten Tagen halt doch gewöhnungsbdürftig sind und man im Kopf doch irgendwie auf November eingestellt ist. Aber ich will hier keinesfalls anfangen zu sudern weil ich hier beinahe jeden Tag wolkenlose Sommerhitze genieße! Daheim im Sommer war ich sicherlich nicht so gut gebräunt wie hier!

     Sprachkurs
    So diese Woche begann der erste offizielle Part meines Aufenthalts. Selbstverständlich überpünktlich hab ich mich eine viertel Stunde vor Beginn des Kurses bereits mit einer Bekanntschaft über StudiVz (Fabian) in den Gemäuern der Sprachschule eingefunden. Da ich ja bereits online einige Einstufungstests absolviert hatte wurde ich gleich einer bestimmten Gruppe zugewiesen. Diese Woche hab ich mich mit Gium (Frankreich), Nina (Kanada) und Haengbok (Südkorea) durch die Spanische Grammatik und die Konversationsthemen gekämpft. Ich muss dazusagen, dass es vom Niveau her diese Woche ganz angenehm war da vielfach gelerntes nur wiederholt wurde. Aber diese Auffrischung war absolut notwendig! Der Kurs im Allgemeinen ist sehr interessant, sehr stark auf Argentiniens Kultur und Menschen bezogen – also lernt man zusätzlich durchaus interessante und relevante Dinge. Ich hab jeden Tag 4 Stunden wobei sich zwei Professoren mit uns herumschlagen, die aber beide echt sehr gemütliche und lustige porteños (Stadtbewohner von Bs. As.) sind. Natürlich bin ich noch weit davon entfernt hier fließend zu sprechen, dennoch wird mein Spanisch täglich besser – es is halt eine Überwindungssache!

     US-Wahlen in der Sugar Bar
    El supermartes (Super-Tuesday) hab ich mit Gium von meinem Kurs und seinen Freunden Lotti aus London und Mercedes aus Buenos Aires in der Sugar verfolgt. Mit rund 100 enthusiastischen Amerikanern haben wir die Wahlnacht, zumindest so bis 3 in der Früh miterlebt. Die Stimmung dabei war schon echt brutal, die Amis schwimmen voll auf der Change Welle dahin – na ja dann warten wir mal ab wie es in der Realität aussieht!

     Ökologisches Reservat – Rio de la plata
    Am Donnerstag war ich dann mit Fabian vom Sprachkurs im ökologischen Reservat der Stadt. Das is so ein bisschen der Rückzugsort vom städtischen Lärm direkt am Rio de la Plata gelegen. Vom Reservat hat man herrlichen Blick auf die Skyline von Buenos Aires. Auf einem Marsch von ca. 4km kann man wirklich gut von der Stadt und dem extremen Verkehr und den Menschenmassen abschalten. Leider kann man bzw. möchte man am Rio de la plata nicht baden, da diese braune Sauce keinesfalls gesundheitsförderlich ist. Dennoch ein schönes Plätzchen zum entspannen! 

    Parilla essen und fortgehen
    Zuerst kennt man einen, dann zwei, die bringen dann noch jemanden mit usw. und plötzlich hat man dann eine kleine Gruppe von 8 Personen. Großteils bestand die Gruppe aus deutschen, was leider sprachlich nicht so herausfordernd war und einem Mädl aus Kanada und zwei weiteren aus den USA. Somit wurde an diesem Abend vermehrt auf englisch kommuniziert. Karin (kenne ich vom Festival) und ich hatten aber nach 2 Quilmes ausgemacht miteinander nur Spanisch zu reden, was wir zumindest zeitweise wirklich in die Tat umgesetzt haben – also doch auch ein kleiner Konversationserfolg! Nach einem fantastischen Argentinischen Essen gings anschließend noch in zwei Bars zum gemütlichen Freitagabend Furtgeher. War echt sehr geil und auch etwas länger…...!

    Feria de San Telmo
    Auf den Tipp von Martin hin, hab ich am Sonntag die Feria von San Telmo aufgesucht. Und ich muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt. Es ist echt ein Genuss die Straße entlang zu schlendern, den Straßenmusikanten zu lauschen und bei dem einem oder anderem Tangotänzchen zuzusehen. Zu kaufen gibt’s hier so ziemlich alles, vorwiegend halt handwerkliche Gegenstände, Schmuck und ähnliches. Gekauft hab ich diesmal noch nichts, aber es war sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich auf dieser Feria war!
     
    River Plate vs. Huracan
    Am Sonntag war ich dann mit zwei weiteren Bekanntschaften beim Spiel River Plate gegen Huracan im Stadion Monumental in Bs. As. Es waren so ca. 30.000 Fans, die echt für eine tolle Stimmung gesorgt haben. Nächste Woche werd ich mir dann die Boca Juniors ansehen – des wird dann glaub ich richtig lässig!

    Hasta pronto!

    November 02

    La vida en Buenos Aires

    So einige Tage sind nun vergangen und ich hab mich schon etwas an die neue Umgebung gewöhnt. Ach ja, mein Tramper Rucksack ist übrigens angekommen – alles ein wenig feucht, aber die hauptsache hier! Zum einen hat sich mein erster Eindruck von der Stadt bestätigt – Buenos Aires ist eine echt fantastische Stadt und hier kann einem gar nicht fad werden, weil sie einfach extrem groß ist! Zum anderen sind auch meine Mitbewohner echt gemütliche Leute, wenn auch die Kommunikation etwas mangelhaft ist, weil ich mich einfach doch noch ziemlich schwer tue – aber deswegen bin ich ja hier! An den Lebensrhythmus gewöhne ich mich auch schön langsam, hier geht einfach alles etwas später los. Wenn man nicht zur Arbeit muss, dann steht man halt so gegen 10 oder 11 auf, um 3 Nachmittag gibt’s dann mal a kleine Mahlzeit und zwischen 22h und 24h am Abend ist halt dann das Abendessen. Trotzdem bin ich zuhause eigentlich immer der erste der so gegen 1 oder 2 ins Bett geht! Das hätte es daheim sicherlich nie gegeben.

     
    Tandem Treffen
    Dank StudiVz hab ich auch relativ schnell andere Leute hier kennen gelernt. Am vergangenen Donnerstag gab es in Palermo (in meinem Stadtviertel) ein so genanntes Tandemtreffen. Da treffen sich ca. 30 – 50 Leute aus Deutschland/Österreich/Schweiz mit Argentiniern um gegenseitig die Sprachkenntnisse ein wenig zu verbessern und natürlich auch um Kontakte zu schließen. Hab dort mit zwei Argentinierinnen und 2 Jungs aus Bolivien ein wenig geredet – wurde natürlich von Bier zu Bier besser (übrigens ist das argentinische Bier ganz ok – zumindest Quilmes!!!). Hab dann dort auch ein Mädl und einen Burschen aus Deutschland getroffen, mit denen ich wahrscheinlich noch ein paar Mal was unternehmen werde.

     
    Wie komme ich zu…???
    Morgen geht´s dann mit meinem Sprachkurs hier los! Hab auch über StudiVz schon Kontakt mit einem Burschen aufgenommen. Er ist auch ein Fußball-Fanatiker und wir werden wohl in Zukunft auch mal in den Stadien von River Plate (das ich zumindest von außen schon bewundert hab) und den Boca Juniors aufsuchen. Am Freitag war ich auf der Suche nach meiner Arbeitsstelle und die scheint ca. 20 Minuten zu Fuß von meiner Wohnung entfernt zu sein – also dass passt ganz gut. An die längeren Fußmärsche muss man sich hier sowieso gewöhnen. Zum einen ist das Bussystem hier echt zach, da es keine Namen für die Haltestellen gibt und auch in den Bussen selbst keine Info darüber wo man gerade eigentlich ist – kurz gesagt man sollte einfach wissen wo man hin will und wie es dort aussieht! Problem an der Sache ist, dass halt alle Straßen ziemlich gleich aussehen, drum ist das immer a bissl ein Lotteriespiel! I denk, dass braucht auch einfach Zeit. Ich fahr immer nach dem Prinzip, soll ich noch a weitere Station schnappen oder eher doch aussteigen??? Ah, eine geht scho noch, kost ja nix! Die U-Bahn ist ganz fein, nur die fährt leider nur bis ca. 11 Uhr und da fängt man hier ja gerade erst mit Essen an und danach geht’s erst zum gemütlichen Zomsitzn! Positiv ist bis jetzt, dass die Leute hier echt sehr freundlich und hilfsbereit sind. Mit einer argentinischen Dame bin ich ca. eine viertel Stunde an der Bushaltestelle gestanden und wir haben im Fahrplan nach der richtigen Verbindung und der passenden Busnummer gesucht. Im Bus bin ich dann auch neben ihr gesessen und wir haben ein wenig geredet – war echt sehr sympathisch. Auch auf der Straße wurde ich zwangsläufig als Tourist entlarvt, sehr freundlich wurde ich angesprochen ob ich mich eh auskenne oder ob ich Hilfe bräuchte! Jedenfalls hab ich in den letzten Tagen einige Kilometer hinter mir gelassen, aber Bewegung tut einem ja gut und man kann sich die Gegenden doch ein wenig besser einprägen.

     
    Personal Fest 08
    Es hat nicht lang gedauert und da tat sich schon eine tolle Gelegenheit auf. Durch das Tandemtreffen bin ich auf das „Personal Fest 08“ (ist hier eine Telekommunikationsanbieter) gekommen. Im club de la ciudad de Bs. As. – eine größere Parkanlage war von Freitag bis Samstag ein Festival mit 4 Bühnen. Vielfach mit echt lässiger spanischer Musik und auch mit einigen internationalen Acts wie Offspring, Kaiser Chiefs und REM. Für umgerechnet 30 Euro Eintritt konnte man bei gut sommerlichen Temperaturen (hier Frühling) echt a lässige Stimmung genießen und vor allem bei den Kaiser Chiefs gscheid Gas geben. Tja und REM war sowieso extrem geil! Michel Stipes hat unmissverständlich George Bush durch den Dreck gezogen und mehrmals Obama auf den Leinwänden erscheinen lassen – also auch die politische Botschaft ist sicherlich rübergekommen! Bin mit dem Mädl vom Tandemtreffen und zwei ihrer Freundinnen aus Sachsen hingegangen. Die einzige Sache die etwas anders war imVergleich zu den Festivals bei uns daheim war mit Sicherheit die Alkohol Frage! Hier gab es keinen Tropfen Alkohol, weder Bier noch sonst irgendwas – es wurde lediglich Wasser und Pepsi ausgeschenkt! Dafür versank das Gelände in einem süßlichen Marihuana Geruch – anscheinend ist ihnen hier das Kiffen lieber als a gsunder Rausch! Da bleib ich doch lieber bei an gsunden Quilmes Bierchen (das es hier üblicherweise in 645ml oder 950ml gibt!)

     
    So das war’s, eh schon wieder mal viel zu viel! Wird heute Sonntag wohl nicht mehr allzu viel machen, wahrscheinlich noch a bissl lernen – ja das mach ich wirklich, beinahe jeden Tag! Morgen werd ich dann im Kurs eh sehen, wo ich steh!

     
    Hasta pronto, saludos de Bs. As.

    October 28

    Krungl - Buenos Aires

    Um 9:00 Uhr vormittags am Montag dem 27. Oktober hab ich mich von Krungl verabschiedet um 26 Stunden später ohne Gepäck in Buenos Aires bei meinen neuen Wohnungskollegen einzutreffen! Aber alles der Reihe nach!

     
    Nach einer gemütlichen Zugfahrt Richtung Wien und einem angemessenen Abschiedsessen im Bahnhofsresti zu Wien Süd, ging es gegen 4 Uhr zum Flughafen. Um 5 war ich dann auch schon der erste beim einchecken und noch voller Motivation was die anstehenden Flugetappen betraf. Um ca. 21:10 Uhr kam ich mit etwas Verspätung dann in Rom zum Zwischenstopp an. Da generell nur 1 Stunde für den Flugwechsel geplant war, hieß es nun in verbleibenden 25 Minuten auf dem doch etwas größeren Flughafen durch Laufwege und einige U-Bahnstationen sich den Weg von Terminal A nach C zu bahnen. Die Zeit, um mich auf einem Lageplan umzusehen, wohin ich muss blieb somit nicht und deshalb wurde Instinkt und eine Lady mit nervösem Blick und argentinischen Pass herangezogen! Nach dem Wettlauf in Rom hatte ich es dann doch noch in den Flieger nach Buenos Aires geschafft.

     
    Beinahe 12.000 km waren es nun noch zu meinem Ziel. Die Vorstellung ein gemütliches Nickerchen zu machen erledigte sich schon beim Einstieg in das Flugzeug. Eine Armada an Babys sollte in den kommenden Stunden für eine entsprechende nervende musikalische Untermalung sorgen. Es folgten 13 reale und rund 100 gefühlte Stunden in einem kreischenden Babybomber zuerst über die Sahara, dann den Atlantik, kurz Brasilien und dann noch Uruguay bevor ich den Sonnenaufgang über dem Rio de la plata und somit auch Buenos Aires im Sinkflug genießen konnte.

     
    Sichtlich erleichtert schlenderte ich nun zielstrebig zum Baggage Claim um mein Zeug abzuholen und mich endlich auf den Weg in die Stadt zu machen! Das Unwohlbefinden überkam mich, als ich ca. 15 Minuten lang mit 4 anderen fluchenden Kollegen weiterhin auf das sich wiederholende Bild von Leere blickte und meinen Tramper nicht in Empfang nehmen konnte. Unter den angefressenen befand sich ein weiterer Österreicher mit dem ich anschließend zur Reklamation ging und einen letzten Versuch bezüglich meines Gepäcks unternahm. Anscheinend soll bereits morgen mein Rucksack da sein – wie heißt es, die Hoffnung stirbt zuletzt.

     
    Ich hab mir dann kurzerhand ein Taxi genommen und bin dann unter permanenten Huptönen zu meiner neuen, sehr sehr kleinen, aber akzeptablen Wohnung gefahren. Sehr sympathisch wurde ich aber gleich von der Chefin des Haushalts Barbara, dem Mitbewohner Erasmo aus Mexico und Matt aus Kentucky, sowie einem ihrer Zwillingsöhne Valentín in Empfang genommen. So ich wird mich jetzt eh zu meinen neuen Kollegen setzten und a bissl prachten und dann bald mal a bissl schlafen!

     
    Das wars soweit von meiner Anreise und der Ankunft in meiner neuen, sehr sehr kleinen Wohnung mit dem lässigen eigenwilligen Bad – anscheinend hab ich seit meiner ersten Kufsteiner Wohnung ein Fabel für außergewöhnliche WC´s bzw. Badezimmer. Das weiter zu erklären wird schwierig, ich werde einfach mal ein Photo dazugeben!

     
    In diesem Sinne,

    hasta pronto!

    October 05

    La aventura Argentina

    Hey!

    Nach beinahe anderthalb Jahren Schreibabstinenz in der online Welt gehts wieder weiter!

    Mit Ende Oktober geht ein großer Traum von mir in Erfüllung - es geht auf nach Argentinien und das gleich für 7 Monate!

    Ich werd hier im Blog so gut es geht alles dokumentieren, damit ihr einen Einblick in mein Leben in Südamerika habt!

    Zuvor bleibt für mich noch einiges Organisatorisches zu tun, bevor ich Krungl wieder für etwas längere Zeit den Rücken kehre!

    In diesem Sinne!

    Hasta pronto!
    June 16

    Semesterende, Abschlusspartys,...

    Nach etwas mehr als 4 Monaten in der polnischen Hauptstadt neigt sich mein Erasmus Aufenthalt nun auch dem Ende zu. Bereits in den vergangenen Wochen war diese Tatsache an der steigenden Anzahl an Partys zu bemerken. Zum Glück hatte ich den letzten Wochen unitechnisch nicht allzu viel zu tun und konnte mich vermehrt auf das eigentliche Studentenleben, das sich ja leider dem Ende zuneigt, widmen. Glücklicherweise präsentiert sich Warschau seit einem Monat beinahe permanent von seiner sonnigen Seite bis 30 Grad – aber das fahren mit der Tram bei solchen Temperaturen werde ich wohl kaum vermissen! Dafür genieß ich es in den zahlreichen Parks etwas in der Sonne zu braten!

     

    FIVB World Cup in Warschau
    Vom 6-10 Juni fand in Warschau die World Tour der Beachvolleyballerinnen statt. Da das Ganze auch noch gratis war, und zwei österreichische Teams am Start waren, war der Besuch unumgänglich. Anscheinend wurde die Veranstaltung nicht entsprechend beworben oder die Warschauer sind nicht wirklich sportbegeisterte Genossen. Jedenfalls war das Turnier nicht wirklich gut besucht aber es war trotzdem ganz interessant – obwohl ich mir meine Freude als die österreichischen Damen gegen das polnisch Team gewonnen hatten wohl etwas verkneifen hätte können, aber man darf ja wohl patriotisch sein! Trotz meiner enthusiastischen Unterstützung kamen unsere Damen nicht allzu weit. Das rein brasilianische Finale war aber sowohl sportlich als optisch der Höhepunkt des Turniers.

     

     

    Buena Vista Social Club
    Vergangene Woche war dann im Zentrum von Warschau, ebenfalls gratis, der Buena Vista Social Club zu bestaunen. War ein herrlicher Abend mit lässiger chilliger Musik. Der einzige Nachteil bestand darin das lediglich ein Ausschankbereich auf dem doch größeren Areal anzutreffen war, das tat der Stimmung aber in keinster Weise einen Abbruch!

     

    Recht Klausur die Zweite
    Zum Abschluss meiner Prüfungen kamen wieder Erinnerungen an die unvergessliche Recht Klausur unseres äußerst labilen Skilehrers respektive Rechtsanwalt FRITZ hoch. Eine 24h Examen für „Creative Management“ stand an, ein Kurs den ich ausschließlich wegen der Credits genommen hatte, da die ja generell in Warschau knapp bemessen waren! Aber schlussendlich war auch diese Klausur wie die üblichen Klausuren hier an Polens top Privatuni durchaus nicht die schwierigste! Nach gut 6 Stunden war die Geschichte dann erledigt und ich konnte doch noch auf eine Party gehen!

     

    Wohnungssuche
    Gut das ich hier jetzt quasi noch eine Woche Zeit hab mich um die Wohnungssuche für mein Praktikum in Klagenfurt zu kümmern. An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich beim Andi bedanken der mir da schon entscheidend weitergeholfen hat.

     

    Schön langsam kann ich dann doch schon mit dem packen beginnen. Nächste Woche von Mittwoch bis Freitag gibt’s dann mit allen Exchanges noch einen Abschlusstrip nach Danzig und ans Meer – auch wenns zum baden wohl doch noch etwas frisch sein wird! Tja und dann nächsten Samstag geht’s dann gleich in der Früh auf in die Heimat, muss gestehen dass die Vorfreude schon groß ist! Vor allem ist ja kommendes Wochenende in Wien dann auch das Donauinselfest das sich ja quasi ideal als Einstand in der Heimat eignet.

    May 21

    Grillage im Masuri Seengebiet

    Es scheint als nehmen die Ausflüge hier in Polen kein Ende - aber genau so sollte es ja auch sein! Die Finanzen neigen sich dem Ende zu aber schließlich gilt das ja auch für das Auslandssemester!

    Nachdem ich eigentlich für das vergangene Wochenende nichts geplant hatte und in Warschau bleiben wollte, wurde ich dann doch wieder mal äußerst schnell überredet ein kleinen Trip zu machen! Zugegebener Weise bin ich in solchen Angelegenheiten ja nicht zwingend schwer zu überzeugen! Diesmal ging’s in das, zumindest in Polen, sehr bekannte Seengebiet der Masuren. Eine Sache die ich nun mehr als bestätigen kann, denn es ist ein echt herrliches Gebiet! Ich mein ich komm ja schon aus dem herrlichen Steirischen Salzkammergut aber dieses im Nordosten gelegene Seengebiet ist ein echt herrlich idyllisches Plätzchen! Vor allem als Ausgleich zur Stadt ist die Ruhr die man dort genießen kann schon echt Gold wert!

     

    Am Freitag, nachdem einige Kurse dem Trip leider zum Opfer fallen mussten, ging’s auf die 6stündige Zugfahrt nach Masurien! Wir kamen gerade rechtzeitig zur Sonnenuntergangsstimmung in unserem „Campingdorf“ an! Ca. 40 kleinere Hütten verteilen sich an den direkt am den See angrenzenden Wald! Da es ja doch erst Mitte Mai ist und es noch nicht zwingend Badesaison ist, konnten wir die beiden besten Hütten nur 10 Meter vom See entfernt beziehen! Nachdem wir für vernünftige 4 Euro einen kleinen Griller und den üblichen Vorrat an Grillutensilien (ein paar Würstel und halt ein paar Bierchen) besorgt hatten konnte das entspannende Wochenende fernab vom Großstadtlärm seinen Lauf nehmen! Dieser Abend sollte echt zu einem Highlight meiner bisherigen nächtlichen Erfahrungen in Polen werden! Es war echt richtig gemütlich, zu sechst gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen, das herrliche Ambiente und die tollen Unterhaltungen einfach genießen! Es war echt eine extrem lässiger Abend, ich lasse aber lieber die Bilder die in Kürze folgen werden dafür sprechen! Als es aber dann schlussendlich hell wurde, war auch die Zeit für die üblichen Verdächtigen, in diesem Falle Kevin aus Frankreich, Klaus aus Deutschland und stellvertretend selbstverständlich ich als österreichischer Repräsentant gekommen, die für ca. 9 EURO gemietete Residenz am See in Anspruch zu nehmen!

     

    Um ca. 11 Uhr am Samstag ging’s dann bei herrlichem warmem Wetter los mit einem gemütlich Bad in der Sonne! Nach einem kurzen Trip in den nächstgelegenen Ort Wegorzewo, um wieder Nachschub für die zweite Grillage zu besorgen, trafen wir wieder so gegen 5 an unserem „Strand“ an! Obwohl das Wasser äußerst kalt war, machten wir tapferen Burschen uns dann doch noch auf einen kurzen Sprung ins kühle Nass auf! War sehr entspannend aber halt doch etwas auf der kälteren Seite, aber wenn man schon mal da ist wär’s ja beinahe eine Frechheit nicht ins Wasser zu gehen! In der Folge wurde wieder ordentlich gegrillt und schlussendlich - doch wieder in selber Formation wie am Vortag -wurden wir letztendlich erst von den ersten Sonnenstrahlen mehr oder weniger gezwungen uns ein wenig aufs Ohr zu hauen! Am Sonntag war dann, zur Abwechslung, wieder mal gemütlich in der Sonne chillen angesagt! Um ca. 15 Uhr haben wir dann den fantastischen Masuren wieder den Rücken gekehrt um uns wieder in Richtung Hauptstadt aufzumachen!

     

    Zusammenfassend war’s ein echt geniales Wochenende, das ich hoffentlich, in selbiger Formation vielleicht noch mal, dann bei etwas angenehmeren Wassertemperaturen, im Juni erneut genießen kann. Also, die Masuren kann ich als Reisetipp echt nur empfehlen! Günstige Preise und eine echt atemberaubende Landschaft!

    May 15

    Stockholm am Wochenende

    Bereits eine Woche nach dem ersten großen Trip durch die Baltischen Staaten, ging’s das vergangene Wochenende weiter mit der europäischen Erkundungsreise!
    Nächste Destination war die schwedische Hauptstadt Stockholm. Leider hatte ich nur 2 Tage Zeit, da zurzeit auf der Uni auch einiges zu tun ist.

    Um 5 Uhr früh am Samstag ging’s dann vom Warschauer Flughafen los. Nach 1,5 h Stunden Flug kam ich dann in Stockholm an, wo der Stefan bereits zur Abholung bereit stand. Unser Weg führte uns aufgrund der begrenzten Zeit direkt in die Stadt. Dann war wieder mal Sightseeing pur angesagt. Zum Glück wurde das Wetter auch mit steigender zurückgelegter Kilometeranzahl besser. Als dann nach ca. 5 Stunden Marsch die Beine nicht mehr so mitspielten machten wir uns dann auf den Weg zum Studheim vom Stefan.

     
    Auch das folgende Abendprogramm sollte in keinster Weise dem tollen Sightseeingtag nachstehen! Zuerst waren wir auf einer Grillparty eingeladen und waren dort, speziell bei den Mexikanern, für unsere ausgezeichneten Käsekrainer bekannt! Als es dann doch etwas zu kalt wurde für’s Grillen, stürzten wir uns dann auch noch ins Stockholmer Nachtleben. War echt ein lustiger Abend und Stockholm ist sowohl tagsüber als auch nachts nur zu empfehlen!

     
    Am Sonntag nach einigen durchaus notwendigen Stunden Erholungsschlaf ging’s bei etwas schlechterem Wetter zum 2. Teil des Sightseeing Trips. Um ca. 17 Uhr kamen wir dann wieder im Studheim an, da mein Flug ja um 21 Uhr gehen sollte und halt doch noch eine ca. 1stündige Fahrt vor uns lag. Doch wie der folgende Abend schlussendlich verlief entsprach keinesfalls meinen Vorstellungen! Um ca. 20 Uhr war ich dann am Flughafen und alles schien in Ordnung zu sein. Doch wie heißt es so schön – Der Schein trügt!!!

     
    Mein Flug zurück nach Warschau wurde „gecancelled“. Es war dann mal großer Aufruhr am Flughafen und keiner wusste so wirklich wie wir das „Problemchen“ lösen sollten. Leider konnte auch nach mehreren Telefonaten mit norwegian.air und Flughafen Warschau kein Ersatzflug gefunden werden. Nachdem wir dann ca. 12 EURO, als großzügige Entschädigung für die Unannehmlichkeiten erhielten (speziell wenn 1 halbe Bier 6 EURO kostet) war es dann an jedem selbst sich im Flughafen Restaurant möglichst effektiv die Zeit totzuschlagen. Um 5:30 Uhr, sprich nach gerade mal 8,5h Verspätung – top gelaunt natürlich – ging’s dann doch noch Richtung Warschau. Die nächsten Tage wird ich mich wohl mal darum kümmern mein Geld, das mir ab 5h Verspätung zusteht, von der Airline zurück zu fordern. Auf jeden Fall bleibt mir der Ausflug doppelt in Erinnerung. Jetzt werd ich mich mal wieder der Uni zuwenden!

     
    PS: Danke Stefan für die tolle Stadtführung und für Unterkunft und Verpflegung! Wir sehen uns dann im Sommer!

    May 06

    VILNIUS - RIGA - TALLINN - HELSINKI

    Endlich, nach 2 Wochen Stress auf der Uni, machte ich mich mit 4 weiteren Exchanges auf die Reise durch die Baltischen Staaten. Am frühen Nachmittag des 28. Aprils trafen wir uns, um die Buchungen für die Busfahrten sowie die Hostels vorzunehmen! Den bereits um 18 Uhr ging es dann von Warschau aus los!

     

    VILNIUS

    Unsere erste 9stündige Fahrt zu unserem ersten 1 ½tätigen Aufenthalt in Vilnius im Nachtbus, war ganz nett, jedoch nicht so erholsam – zumindest kamen wir in der Bahnhofshalle in Vilnius noch zu 1 Stunde schlaf auf den angenehmen Bahnhofsbänken! Leicht angeschlagen von der Fahrt machten wir uns auf die Suche nach unserem Hostel und nach einem dringend notwendigen Frühstück. Nach einer ausgiebigen Sightseeingtour durch die Stadt, traf ich auf Litauische Kufsteiner Fraktion – Kerstin und Floh. Wir sind dann zu einem wirklich schönen abgelegenen Ort (Trakai) gefahren und haben dort auch gleichzeitig die heimischen Köstlichkeiten und das Bier getestet. Am Abend waren wir dann auch noch in einem klassischen Litauischen Lokal und verbrachten dort den restlichen Abend! Wir waren aber dann doch ganz froh als wir in unserem Hostel ankamen, da wir die vorige Nacht ja im Bus verbracht hatten, und nicht zwingend einen sehr erholsamen Schlaf hatten! Leider war am 2 Tag das Wetter nicht mehr so gut, deshalb viel das Sightseeing etwas knapper aus, da wir vergeblich nach Mützen, gegen den teils eisigen Wind, suchten! Um ca. 14:00 ging’s dann mit einem sehr komfortablen Bus auf die ca. 5stündige Fahrt nach Riga! Kurz und knapp: Echt schöne Stadt, unglaublich viele Kirchen, billiges sehr gutes Essen und Trinken – auf jeden Fall einen Besuch wert! Danke an dieser Stelle auch an Kerstin und Floh für ihre Zeit und Guiding Aktivität! Besonders Highlight: UZSUPIS, kleines Stadtviertel das im Reiseführer als das Viertel der Künstler und Betrunkenen angekündigt wurde! Auszug: “…genießen sie eines der herrlichen Lokale und beobachten sie die Betrunkenen und Künstler…!“ Es gibt einen offiziellen „Grenzübergang“ mit Passkontrolle! Wir mussten leider nicht durch diese Prozedur, da wir bereits um 9 Uhr dort waren und der durchschnittliche „UZUPE“, um diese Zeit vermutlich noch nicht betrunken ist bzw. noch schläft! Trotzdem war’s ganz lustig dort gewesen zu sein!

     

    RIGA

    Um ca. 19:00 Uhr erreichten wir dann in der Lettischen Hauptstadt. Das Wetter sollte auch an den kommenden beiden Tagen auf unserer Seite sein. Bis auf den kalten Wind hatten wir echt Glück! Am folgenden Tag machten wir uns dann wieder auf den Sightseeing Trip. Riga ist eine echt faszinierende Stadt deren Gebäude im Jugendstil Design wirklich ein Genuss sind. Auch unser in Vilnius gestartetes Unternehmen Mützen zu finden fand in Riga sein Ende. Nach dem wir einige Souvenirshops abgeklappert hatten und sowieso schon die Touristen schlecht hin waren, fehlte es nur noch an einer Lettland-Mütze! Gesagt getan, den Rest des Tages verbrachten wir dann etwas auffälliger als „Touris“ im Lettland – Haubenlook! Der folgende Abend war dann auch einer der lustigen und intensivsten der ganzen Woche. Nachdem wir auch Lettische Köstlichkeiten zu einem angemessenen Preis von ca. 6 € zu uns nahmen, war schlussendlich das klassische Lettische Bier „Cesu“ der ausschlaggebende Faktor für diesen feuchtfröhlichen Abend! Am nächsten Tag legten wir weitere Kilometer beim Sightseeing zurück. Wir machten auch noch einen kurzen Abstecher an die Lettische Küste. Leider präsentierte sich der Badestrand von seiner winterlichen Seite, trotzdem waren wir am Meer und das is ja immer eine feine Sache! Nachdem der Regen in Riga einsetze und dies bereits in Vilnius so war, war es an der Zeit weiterzufahren und deshalb verließen wir gegen Mitternacht dann die Lettische Metropole! Zusammenfassend war Riga die schönste Stadt die wir besichtigt haben, auch das Essen ist noch günstig und die Stadt hat einfach ein gewisses Flair! Und noch zu erwähnen wäre das Lettische „CESU“, das wirklich äußerst gut ist!

     

    TALLINN

    Nach einer, zumindest für mich unangenehmen, Nacht im Bus, erreichten wir Tallinn um ca. 5 Uhr morgens. Nach ca. 1 Stunde Marsch durch die noch schlafende Stadt erreichten wir unser Hostel, in dem auch ich schlussendlich einige Stunden schlaf fand. Von den Unruhen die einige Tage zuvor hier in der Stadt gewütet hatten war nicht mehr allzu viel zu merken. Einige Fensterscheiben war zerstört und die Präsenz der Polizei zur späteren Stund war etwas intensiver aber keinesfalls irgendwie beunruhigend! Der einzige Nachteil bestand darin, dass Tallinn – zumindest die Innenstadt – auf demselben Kostenniveau wie Österreich ist und daher nicht mehr so großartig zum Essen und Trinken gehen einlädt! Gut, dachten wir uns eigentlich ja kein Problem, man kann sich ja in den Geschäften etwas kaufen! Was Lebensmittel betraf war dies auch kein Problem, jedoch blieben die Bier und Alkoholabteilung aufgrund der „Unruhen“ verschlossen! Die Innenstadt von Tallinn – im Hanseatischen Stil – ist echt schön und von den Türmen hat man eine gute Aussicht über die Stadt und den Hafen. Den Abend verbrachten wir dann in einem sehr netten Lokal, und entschieden, dass wir aufgrund des verbleibenden freien Tages es auch noch schaffen könnten nach Finnland zu kommen! Da wir bisher aufgrund der billigen Bustransferkosten und der günstigen beider Städten zuvor noch nicht viel Geld aufgewendet hatten, war dieser zusätzliche Trip durchaus noch drinnen! Für 22 € hin und retour mit der Fähre über die Baltische See ging’s dann am folgenden morgen weiter!

     

    HELSINKI

    Nach 3stündiger Fahrt, erreichten wir dann die Finnische Hauptstadt! Helsinki zeigte sich an diesem Tage von seiner wettermäßig wechselhaften Seite. Trotzdem kamen wir zu unserem mittlerweilen obligatorischen Tagesrhytmus. Sprich erstens sich mal alle möglichen Broschüren im Tourismusbüro zu holen und anschließend ein paar Kilometer durch die Stadt zu schlendern. Den 2. Teil des Tages verbrachten wir dann auf einer kleinen aber schönen Insel nah bei Helsinki! Helsinki ist eine schöne Stadt jedoch sind die Preise einfach eine Frechheit, also ein durchschnittliches Essen kostet zwischen 15 und 20 € und eine halbe Bier 5 – 5,50 € - sprich das wär nicht wirklich was für mich! Leider kamen wir aufgrund der hohen Kosten nicht zu einem typischen nationalen Gericht, wir verbrachten den Tag eher studentenmäßig mit Brot und Wurst, welche wir aber auch in Tallinn gekauft hatten und nicht in Helsinki, denn das wäre wahrscheinlich dann auch noch um einiges teurer gewesen. Auf unserer Rückfahrt kamen wir auch noch zu unserem obligatorischen Bier, dass wir in jedem Land logischerweise kosten mussten! Schlussendlich stellte sich in dieser Kategorie, Lettland mit CESU als eindeutiger Sieger heraus! Um ca. Mitternacht kamen wir dann wieder in Tallinn an! Wir gönnten uns dann noch einige Stunden schlaf bevor es dann um 6 Uhr auf die 18stündige Heimreise im Bus ging! Bus fahren ist zwar billig, aber angenehm ist auch etwas anders!

     
    Zusammenfassend war der ganze Trip, vor allem mit den Leuten mit denen ich unterwegs war, ein unvergessliches Ereignis! Wir haben in 5 Tagen 4 Länder gesehen, dass is halt schon richtig lässig! Hoffe das ich im Juni noch mal Zeit finde und auch meine Finanzen es mir noch mal erlauben einen Trip zu machen! Nicht mehr in diesem Ausmaß aber ich hab schon so einige Vorstellungen wo ich noch hin möchte! Na ja, jetzt kommt mal wieder der Alltag!

    April 09

    Besuch aus der Heimat!

    An den vergangenen 3 Tagen war es soweit, die ersten Besucher erreichten Warschau! Doch was sie, genauso wenig wie ich wussten war, dass sie es in Polen mit dem Osterfest doch etwas zu genau nehmen! Man weiß zwar, das Polen an sich, grundsätzlich ein sehr katholisches Land ist, aber das sie es schaffen, eine 2 Millionen Stadt völlig abzustellen, erschien teilweise etwas unvorstellbar!

     
    Am Freitagmorgen schien alles gut zu starten! Bereits in den frühen Morgenstunden kamen die 4 Jungs, mit leicht gezeichnetem Gesichtsausdruck – aufgrund der anstrengenden Fahrt – in Warschau an! Ein kurzes Nickerchen später, machten wir uns dann auf den Weg etwas von Warschau zu erkunden! Die Motivation führte uns gleich zu einem kulturellen Leckerbissen, nämlich zum nächstgelegenen Einkaufszentrum! Nachdem die Jungs dann auch noch die „Bierhalle“ gefunden hatten, war der Rest des Abends logischerweise eh schon vorgeplant! Zur späteren Stund gesellten sich 2 weitere Besucher der illustren Runde an! Der Herr Huber, seineszeichens Gelegenheitsstudent an der FH, gesellte sich mit einem Freund hinzu! Über den weiteren Verlauf des Abends lasse ich einfach einige Bilder sprechen, da diese ja bekanntermaßen mehr als tausend Worte sagen!

     
    Am Samstag begann dann in leisen Schritten, das Mysterium „Ostern“ in der nahezu ausgestorben scheinenden Hauptstadt Polens! Nach einem Besuch im Lakienki Park, um auch einen gewissen kulturellen Aspekt zu erfüllen, führte unser weiterer Weg in das neue Stammbeisl – die Bierhalle! Nach einigen gepflegten Bierchen waren wir bereit uns ins Nachtleben zu stürzen! Doch zu diesem Zeitpunkt konnte es sich noch keiner vorstellen, dass der Pole so katholisch sein kann und selbst die Clubs und Bars in Warschau zusperrt! Nach nervenaufreibender Suche fanden wir 2 Lokalitäten, die sich gegen diese omnipräsente lethargische Depressionsstimmung stemmten und einigen „durstigen“ Touris ihren sehnlichen fortgeh Wunsch erfüllten! Schlussendlich war es auch mit Hilfe von Taxifahrern nicht möglich weitere offene Lokalitäten zu besuchen und somit beschränkten wir uns auf ein ziemlich bescheidenes Lokal (Spielsalon) in dem es zumindest Bier gab! Trotz alldem war erst um 4 Uhr in der Früh unser Wille gebrochen!


    Doch wer glaubte, dass es am Sonntag besser werden würde, war schlussendlich richtig enttäuscht! Ob Geschäfte, Kioske, Restaurants, Cafe´s, Pubs, KFC oder Pizzahut – einfach alles war geschlossen! Hilflos irrten 7 niedergeschlagene Jungs durch die ausgestorbenen Warschauer Straßen! Doch zum Glück fanden wir ein nettes Restaurant um ca. 14:45 Uhr! Warum die exakte Zeit an dieser Stellte? Uns fehlte der Mut das Lokal für den Rest des Tages zu verlassen, da wir uns nicht in die Ungewissheit stürzen wollten, uns somit erst so gegen 23 Uhr wieder das Restaurant verließen! Im Restaurant war es dann aber ganz nett, vermutlich etwas in Verbindung mit dem steigenden Bierkonsum! Im Lokal trafen wir dann auch noch einen etwas verrückten Spanier, der Deutsch sprach und uns anscheinend ganz gern hatte! Wir haben ihn dann aber doch irgendwann abschüttelt, da er schon ein wenig komisch war!Viel ergab sich in der Folge leider nicht mehr!

     
    Für die Jungs tut´s mir halt Leid, hätt ich gewusst wie stark der polnische Glaube ist, hätt ich ihnen das bestimmt nicht zugemutet! Trotzdem hat´s mich irsinnig gefreut, mal wieder meine Freunde zu sehen und auch mal so richtig Gas zu geben – was ich ja sonst hier nie mache!!! So heute werd ich dann legendär außer ausschlafen und regenerieren gar nichts mehr machen! So ein Besuch hat´s ja doch in sich! Zum Glück hab ich noch 3 Tage frei, zumindest offiziell, denn lernen sollt ich jetzt auch schön langsam anfangen! Es kommen zwei harte lernintensive Wochen auf mich zu!

    April 01

    Theo, wir fahr´n nach Lodz!

    Mit diesem Welthit von Vicky Leandros möchte ich meinen kurzen Bericht über meinen Ausflug nach Lodz beginnen! An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich nicht sofort wusste, welcher Interpret für diesen Evergreen verantwortlich war! Aber nun zum Wesentlichen!

     
    Nachdem ich mit einigen anderen Exchanges leider feststellen musste, das der Großteil der Exchanges hier nicht zwingend die unternehmensfreudigsten Menschen, was zumindest das Reisen anbelangt, sind, haben wir schlussendlich nur zu dritt Warschau für einen Tag den Rücken gekehrt! Prag war grundsätzlich die erste Wahl, davon war ich letztendlich dann aber auch nicht so begeistert, da ich diesen Ausflug zwangsläufig mit den „Ausgewählten Biergebieten I“ mit der Kufsteiner Mannschaft im Jahre 2006 verglichen hätte und somit wäre die Erwartungshaltung schon immens gewesen! Unsere zweite Wahl fiel dann auch die Hansestadt Danzig, jedoch entschieden wir uns in diesem Fall auch dagegen, da es vielleicht Ende Juni oder so, mehr Sinn machen würde!

     
    Also wurde es dann Lodz! Doch Lodz hat für mich im Nachhinein auf keinen Fall den Eindruck einer Notlösung hinterlassen, sondern hat mich wirklich äußerst positiv beeindruckt! Bereits um 7:40 in der Früh ging’s dann los – so früh war ich bisher hier in Polen eh noch nie aufgestanden! Nach ca. 2 ½ Stunden fahrt waren wir bei herrlichem Wetter in der 800.000 Einwohner Stadt angekommen! Da Lodz vor ca. 170 Jahren das Osteuropäische Zentrum der Textilindustrie galt, erscheinen die Gebäude teils wirklich äußerst prunkvoll! Ohne Reiseführer gingen wir einfach mal drauf los und erkundeten in ca. 5 Stunden den Großteil der Stadt! Unser Plan sah vor, dass wir tagsüber uns völlig den städtischen Sehenswürdigkeiten widmen würden und dann abends wieder ein wenig Gas geben und dann mit dem ersten Zug am Sonntag in der Früh heimfahren, doch das war uns dann doch zu anstrengend – wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten! Den Großteil unseres Aufenthaltes verbrachten wir auf der längsten Einkaufsstraße Europas – ja die is anscheinend wirklich in Lodz (ca. 4,5 km)! War wirklich toll dort, und zum shoppen war´s eigentlich auch ganz interessant, obwohl mich das ja eher weniger interessiert! Aber auch ich kam bei den herrlich, prunkvoll verzierten Gebäuden und Kirchen vor allem in der Altstadt völlig auf meine „kulturellen“ Kosten und kann Lodz wie gesagt nur weiter empfehlen! Jetzt kann ich mir auch ungefähr vorstellen warum die Vicky Leandros mit dem ominösen Theo in den 70ern schon nach Lodz fahr´n wollte! Schlussendlich verbrachten wir dann am Plac Manufactura, der wirklich herrlich ist, die letzten Sonnenstunden bei einigen gemütlichen polnischen Bierchen und verabschiedeten uns dann gegen 9 Uhr wieder von Lodz!

    Das war´s soweit! Wünsch eich a schöne Woche!

    Do widzenia!

    Jürgen

    March 25

    Frühlingshaftes Wochenende in Warschau!

    Samstag

    Ausblick auf Warschau
    Nach einigen verregneten Tagen, bot sich Warschau an diesem Tage von seiner sonnigen frühlingshaften Seite! Aufgrund des erfreulichen Wetters entschieden mein französischen Wohnungskollegen Ibrahim, kurz Ibo, und ich die herrliche Aussicht vom Palace of Culture and Science im Herzen Warschaus zu genießen! Im 30. Stock, ca. 170 Meter Höhe, bot sich uns ein wirklich schöner Anblick! Von diesem Aussichtspunkt kann man wirklich ganz Warschau genießen! Ist wirklich einen Besuch wert! Als wir dann den Palast verlassen wollten, kamen wir zwangsläufig nicht an den EUROGAST Zelten die sich am Vorplatz des Palastes auftaten vorbei!

     

    Französische Gourmets auf der Eurogast Messe für Eisartikel
    Wir wussten nicht genau was uns in den Zelten erwarten würde, aber wir probierten es einfach mal aus! Nachdem wir einige Eingänge abgecheckt hatten und alle möglichen Eingänge mit Sicherheitspersonal versehen waren, probierten wir einfach mal ob wir reinkommen, da der Hunger schon groß war und wir armen Studenten natürlich für´s Essen nichts zahlen wollten! Ibo hat die Situation mit dem Sicherheitspersonal souverän gelöst! Nachdem wir uns auf ihre ersten polnischen Fragen nach Tickets bzw. Akkreditierungen logischerweise dumm stellten, und Ibo den Sicherheitskräften suggeriert hatte, wir seien in der Eisbranche in Paris tätig, durften wir auch ohne Ticket hinein! Vermutlich hatten sie einfach keine Lust darauf, sich mit uns auf Englisch zu unterhalten, da es ihnen scheinbar doch etwas schwieriger fiel! Wir hatten unser Ziel erreicht und kosteten uns dann eine dezente Stunde durch die unterschiedlichsten Eisgenüsse der polnischen Anbieter! War echt lecker und hungrig waren wir dann auch nicht mehr! Zusammenfassend könnte man sagen, dass wir uns gratis richtig voll gefressen haben! Leider war es der letzte Tag der Messe, ansonsten wären wir die nächsten Tagen wahrscheinlich auch noch mit anderen, mehr oder weniger bekannten Vertretern, der imaginären Eisbranche zur Messe gekommen!

    Lazienki Park, Waterpalace
    Nach soviel Eisgenuss war es an der Zeit, wieder etwas in Bewegung zu kommen! Adela aus Spanien und ich trafen uns anschließend, zu einem ausgiebigen Spaziergang im herrlichen Lazienki Park! In diesem Park kann man wirklich lange gemütlich herumschlendern! Aufgrund des frühlingshaften Wetters war der Park auch wirklich gut besucht! Vor allem der Waterpalace ist äußerst beeindruckend und im Sommer werde ich hier mit Sicherheit mehr Zeit verbringen! Es is so richtig schön entspannend!

     

    Sonntag

     

    Russenmarkt
    Nach grandiosen 4 Stunden Schlaf wegen der blöden Zeitumstellung, machte ich mich mit Hannes (Deutschland) und Florian (Frankreich) in den frühen aber schon äußerst angenehmen Morgenstunden auf den Weg zum berühmt berüchtigten Russenmarkt - zumindest in Warschau! Dort angekommen bot sich uns der Anblick eines ziemlich großen Jahrmarktes, an welchem reges Gedränge herrschte! Es war also Vorsicht geboten um nicht ausgeraubt zu werden, aber is eh alles gut gegangen! Der Markt, wie man den Bildern am Space entnehmen kann schlängelt sich quasi um das alte Warschau Fußballstadion (Ruine – besser gesagt). Man kann hier wirklich alles kaufen! Angefangen von verschiedensten Kochinstrumenten bis hin zu Angelutensilien sind auf dem Markt sämtliche denkbaren, teils ungewohnte, Produkte zu bestaunen! Der Markt bietet sowohl für Jung und Alt, dass was man sich nur wünscht! Einerseits DVD-Shops und andererseits alte kommunistische Abzeichen und natürlich was auf keinen Fall fehlen darf – der kleine Marmor-Lenin der immer noch zu den Verkaufsschlagern hier im Osten zählt! Ich war schon am überlegen ob ich mir nicht eine richtige Kommunistenmütze kaufen sollte, jedoch war mir der ältere Verkäufer nicht so sympathisch! Vielleicht überwinde ich mich ja doch noch und lege mir eine derartige Rarität zu! Es gab aber auch einige Schrecksekunden auf dem Markt, obwohl der Markt, sowie jedes andere auch noch so kleine Geschäft in Warschau mit Sicherheitskräften versehen ist, konnte man hier ohne weiteres Waffen und Messer bzw. Säbel kaufen! Da der Warschauer „an sich“ grundsätzlich ein freundlicher Mensch ist, kann man diese „Artikel“ natürlich auch ausprobieren! Na ja wie das dann ankommt, wenn ein etwas strange aussehender Mann mit einem Säbel in der Menschenmenge einige Kampftechnikübungen macht, kann sich wohl jeder denken! Aber wie gesagt, is ja nix passiert! Ich werde sicher wieder mal hier her kommen, den es is echt ganz gemütlich hier herumzuschlendern, vor allem sind die Verkäufer hier überhaupt nicht aufdringlich, was das ganze schlussendlich doch zu einem angenehmen Erlebnis macht!

     

    Königsschloss – Solidarni z Bialorusia
    Unser weiterer Weg führte uns zu einem kulturellen Highlight der Stadt! Es ist ja eh fast eine Schande, das ich fast 1 ½ Monate gebraucht hab, damit ich mir das Königsschloss ansehe! Doch bereits am Weg zum Schloss wurde unsere Vorfreude von wohltuende Bob Marley Töne in der Luft begleitet! Von dieser beschwinglichen Musik betört näherten wir uns dann dem Hauptplatz vor dem Schloss! Es wurde für „Solidarni z Bialorusia“ (Solidarität für Weißrussland) ein Konzert gegeben! War echt eine sehr angenehme Stimmung! Der Platz war voll mit Leuten die, auch aufgrund des herrlichen Wetters aus ihren Häusern hervorkamen, um sich am Hauptplatz gemütlich hinzusetzen und den Klängen zu lauschen! Wir gingen dann aber schlussendlich doch noch in das Königsschloss, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist! Nachdem am Sonntag auch kein Eintritt zu bezahlen ist, genossen wir die atemberaubenden Räumlichkeiten des im 2. Weltkrieg völlig zerstörten Schlosses! Aufgrund der immensen Rekonstruktionsarbeiten erstrahlt das Königsschloss wirklich in toller Art und Weise! Anschließend widmeten wir uns wieder dem Festival!

     
    Alles in allem, war´s ein echt schönes Wochenende! Bin echt froh, dass endlich Frühling is! Hoffe es gibt bald wieder was zu erzählen, aber bei dem derzeitigen Wetter bin ich positiv gestimmt!

     
    Do widzenia z Warszawa

    Jürgen

    March 20

    Freizeit(abend)aktivitäten und Unialltag

    Aquapark

    Nach einigen angenehmen frühlingshaften Tagen, ist in Warschau wieder die etwas kältere Jahreszeit zum Vorschein gekommen! Der gemeine Kozminksi-Student neigt an Samstagen ja eh großteils dazu sich in einem der unzähligen Clubs bis in die frühen Morgenstunden zu vergnügen! Deshalb ist es an einem Sonntag ja gar nicht mal so schlecht, sich im Aquapark in Warschau so richtig schön zu entspannen – man gönnt sich ja sonst nichts! Ich hoff jedoch, dass ich dann vielleicht im Juni mal den Aquapark mit den Danziger Stränden tauschen kann! Dauert halt doch noch ein wenig!

     

    Polnische Küche

    Nach dem ich den Beitrag von Doris zum portugiesischen Essen gelesen hatte, war es auch an der Zeit von den polnischen Kochkünsten zu erzählen. Eigentlich ist diese Aussage eher falsch, da es nicht wirklich viel polnisches traditonelles Essen gibt. Ich hab auch schon von einigen Polen selbst gehört, dass spätestens in 5 Jahren der Kebab zum polnischen Hauptgericht geworden ist! Nicht das man Kebab überall bekommen würde und das sie auf der ganzen Welt schon sehr präsent sind, aber hier ist die Standldichte schon wirklich bemerkenswert! Sei es in U-Bahn Gängen (köstlicher Geruch!!!) oder selbst bei mir auf der Uni ist! Der Kebab gehört hier in Warschau einfach dazu! Aber bei Preisen von 1 – 2 € gehöre ich auch zu den unzähligen Kunden! Vor allem gleich bei mir ums Eck ist angeblich der beste Kebab Warschaus! Zwei kleine Buden versorgen hier von 9 – 24 Uhr die anstehenden Massen! Hier stehen die Leute echt den ganzen Tag an! Am besten gehen aber die 24h Kebab Häuser!

     

    Fussballtraining

    Jeden Montag und Donnerstag hab ich nun endlich wieder mal regelmäßig Training! Ich trainiere mit ein paar anderen Exchanges, großteils Franzosen, mit dem Uniteam (mit richtigem Trainer! Ist halt immer recht unterhaltsam, da wir Exchanges uns halt immer erstmal die Übungen ansehen müssen, den verstehen was der Trainer sagt ist definitiv zuviel verlangt! Aber es geht schon! Man kann sich ja mit Händen und Füßen verständigen! Das Niveau ist ganz gut und die Halle ist echt ganz lässig! Wenn´s dann wärmer wird, werden wir dann am Uniplatz unsere Trainings haben! Is schon ganz gut wenn man mal einen Ausgleich zum Abendprogramm hat!

     

    Clubs und Hauspartys

    Gute 5 Wochen sind ja mittlerweile schon vergangen! In dieser Zeit haben sich einige Vorgänge quasi schon automatisiert! Am Mittwoch führt mich der übliche Weg von der Uni, dann bald mal zur WG von meinen trinkfesten slowenischen Kollegen! Nach einigen gepflegten Bierchen, macht sich die Connection dann auf in den Harlem Club! Als ich zum ersten Mal zu diesem Club kam fühlte ich mich ehrlich gesagt nicht sehr wohl! Liegt doch etwas außerhalb vom Zentrum gelegen, in einem ehemaligen Industriegebiet oder so was! Irgendwelche polnischen Anwohner äußern sich teilweise lautstark wenn man über einen nicht wirklich beleuchteten Hinterhof in Richtung Club geht! Also alleine muss ich da nicht zwingend hingehen, aber nun gut! Der Club entschädigt dann aber dafür, die Musik is ganz ok und vor allem das Mittwochsangebot von 1 Zloty pro Seidl Bier, sprich 25 Cent lässt alle anderen Umstände vergessen! Prost! Meistens wird dann am Mittwoch so gegen 3 der Club zugesperrt, aber die Reise für die Exchanges – zumindest für den Großteil – ist noch nicht zu Ende! Letzte Station ist dann meisten Club Underground, ist nur gute 100 Meter von meiner Residenz entfernt, und deshalb der ideale Ort um einen Mittwochabend ausklingen zu lassen! Glücklicherweise hatte ich meine Kurse so gewählt, dass ich am Donnerstag dann mein Bett hüten kann!

     

    Donnerstags, wenn ich dann wieder halbwegs ausgeruht bin, geht’s dann auf die wöchentlich stattfindenden Hauspartys und anschließenden Unifestln! Die Hauspartys sind meistens eh am witzigsten, hier lernt man wenigstens wirklich meistens erst die anderen Exchanges kennen! Also muss man ja quasi auf diese Festivitäten gehen um seine gesellschaftliche Stellung in einem funktionierenden Studentendasein zu festigen. Gut, das ich dem noch nie wirklich abgeneigt war und wir ja in den vergangenen 2 Jahren eh fleißig trainiert haben! Kommenden Donnerstag lädt zum ersten Mal die asiatische WG zu einem Festl ein! Ich hoff, ich kann mir dann endlich mal die asiatischen Namen nennen! Ist immer peinlich wenn man sich auf der Uni trifft und sich da wieder dezent rausreden muss!

     

     

    Harvard Case Studies

    Das sind die Worte die ich schon gar nicht mehr hören möchte! In jedem Kurs werden wir mit Case Studies voll gepumpt! Ich mein einerseits ja nicht schlecht, denn lernen tut man hier echt was – aber ich hätte mir mein Auslandssemester wohl eher etwas weniger aufwändig vorgestellt! Aber überarbeiten tue ich mich auch nicht, wir sind zwar immer mit polnischen Studenten durchgemischt, aber wir genießen schon etwas den Auslandsbonus! Hoff ich zumindest! Ansonsten ist es meistens wie in Kufstein, sprich Präsentationen und Reports! Der größte Unterschied zu Kufstein besteht aber definitiv in punkto Pünktlichkeit! Hier wird exakt in der Minute, in der die Klasse offiziell beginnt die Klasse zugesperrt! Und auch wenn man den Dozenten klar mach, das jemand in ein oder zwei Minuten kommen wird, gibt’s diesbezüglich keine Ausnahmen! Auch wenn dann die ersten 15 Minuten heftig gegen die Türen geklopft wird – die Klassen bleiben verschlossen! Gut für mich, das ich ein pünktlicher Mensch bin! Nach Kufsteiner Verhältnissen würden ich sagen, dass dann so erfahrungsgemäß von ca. einer Klassenstärke von 30 Studenten, ich sag mal großzügig 5 – 8 Studenten es vor der Deadline in die Vorlesung schaffen! Schön, dass dies in Kufstein nicht so ernst genommen wird!

     

    Leider hat mich meine Motivation, dass ich polnisch lerne, schon nach wenigen Wochen verlassen! Deshalb verbleibe ich mit einem schlichten

     

    Do widzenia!

     

    Jürgen