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11 aprile Salta, Jujuy und Tucúman – Die Rückkehr des Touris!Nach gut zwei Wochen in denen ich einen Vorgeschmack auf die drohende Arbeitslosigkeit erleben musste, war es wieder mal an der Zeit neues Terrain zu erkunden. Selbst in einer Stadt wie Buenos Aires, sieht der Alltag eines Arbeitslosen nicht gerade allzu spannend aus. Zudem beflügeln die ankommenden Absagen nicht gerade zu überdurchschnittlichen Motivationsschüben, aber so geht’s ja derzeit leider sehr vielen….
Also was macht man, man reist! Nach intensiver Planung mit meinem Reisekollegen Fabian und einem sehr sympathischen deutschen Kollegen aus meiner Wohnung haben wir uns für den Norden Argentiniens entschieden. Nach einigen Stunden Reiseführer durchlesen und der groben Tourenplanung ging’s dann schließlich am 01. April von Bs. As. aus Richtung Provinz Salta.
Busfahren, wie immer ein Genuss…. Nach gut 17,5 h Stunden im „cama ejecutivo“ (quasi Bettbus 2. Güte), sind vorerst nur Fabian und ich in Salta angekommen. Stephan befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade irgendwo zwischen Rio de Janeiro und Iguazú, also in Brasilien eben. Nach 2 Tagen in der absolut sehenswerten Stadt Salta (zugleich Provinzname), haben wir wie geplant ein Auto (VW Gol, ohne „f“) gemietet. Am frühen Samstagmorgen (4. April) sind wir dann, letztlich dann mit etwas Verspätung aber doch noch zu dritt von Salta aus Richtung San Antonio de los Cobres aufgebrochen. Die ersten paar Stunden im Auto sind wir durch eine absolut atemberaubende Landschaft (wüsten- bzw. steppenähnlich) gefahren, bis wir dann letztlich über einen Pass auf Rund 4000 m Seehöhe und über ein wenig Schotterstrasse in San Antonio de los Cobres angekommen sind. Dort haben wir dann aufgrund des dichten Programms das wir uns vorgenommen hatten, lediglich eine Mahlzeit eingenommen, bevor es weiterhin auf Schotter auf zu den Salinas Grandes (Salzwüsten) ging.
Salinas Grandes und Humuhuaca Die Distanzen waren eigentlich nicht allzu weit, dennoch dauerte die Reise zu den Salinas etwas, da auch ein schneidiges Fahrzeug wie der VW Gol auf Schotterstraßen nicht allzu viel hergibt. Schließlich wollten wir eine Panne im Nichts (siehe Photos auf facebook) eher doch vermeidenJ. Die Salzwüste an sich ist schon etwas Beeindruckendes, vor allem die Stille die dort herrscht, war eine völlig neue Erfahrung. Weder Tiergeräusche, noch das Surren von irgendwelchen Insekten ist zu hören, es herrscht einfach absolute Ruhe (wir waren auch die einzigen Touris zum Glück!). Lediglich 3 Vollgas Touristen, die natürlich auch die obligaten Wüstenphotos machen mussten. Gegen 9 Uhr abends und nach rund 10h Autofahrt sind wir dann erschöpft aber zufrieden in unserem nächsten „Nachtlager“ in Humuhuaca (3000 m Seehöhe) angekommen. Dort hatte es für argentinische Verhältnisse richtig angenehme Temperaturen (zw. 10 – 15 Grad). Nach einer kleinen Dorftour und schönen Eindrucken von dieser typisch südamerikanischen Stadt sind wir dann am nächsten morgen wieder weitergefahren.
Purmamarca, Tamboya und San Salvador de Jujuy Nächstes Ziel war ein kleiner Ort namens Purmamarca in einer beeindruckenden Schlucht bzw. Berggegend gelegen. Dort haben wir uns aber nur kurz aufgehalten, waren am dortigen Markt ein wenig shoppen (Lamapullover, usw. - übrigens auch Lamafleisch ist äußerst lecker!!!) bevor´s dann schließlich spontan zum einem Stopp in Tamboya kam. Mitten im Nichts, ein Ort an dem wahrscheinlich an 364 Tagen gar nichts los ist, war an diesem Tag zu einer Pilgerstätte umfunktioniert worden. Da es dort eine Vielzahl an leckeren Speisen zu extrem günstigen Preisen gab (Schnitzelsemmel für 40 Cent), war die anfänglich religiöse Distanz schnell über Bord geworfen. Man konnte wieder feststellen, das die Argentinier Fleisch über alles lieben, wir wollten da keinesfalls aus der Reihe fallen…. Bereits 1h später sind wir dann in San Salvador de Jujuy angekommen. Dort gab es, obwohl es die Provinzhauptstadt Jujuy´s ist, nicht wirklich allzu viel zu sehen. Zum Glück hatten wir ja eh nur eine Nacht gebucht und konnten somit am folgenden Tag, nachdem wir das Auto in Jujuy noch retourniert hatten, wieder in einem der geliebten Busse Platz nehmen und unsere Reise fortsetzen.
Tucúman und die LIVE-RADIO SHOW…. und schließlich noch Cafayate Tucúman ist eine durchaus schöne aber vor allem historisch relevante Stadt Argentiniens. Hier wurde im Jahre 1816 Argentinien (in seiner heutigen Form) gegründet. Selbstverständlich waren die Vollgas Touris auch am Originalschauplatz dieses historischen Ereignisses. Was aber viel spannender in Tucúman war, konnten rund eine halbe Million Einwohner im lokalen Radio mitverfolgen. Nichtswissend, mit Digicams ausgestattet sind wir eben so um die Mittagszeit von einem Gebäude zum anderen gelaufen, als uns plötzlich in einer „Kirche“ wohlgemerkt eine sympathische Argentinierin ansprach ob wir nicht Lust hätten im Radio aufzutreten, da es im lokalen Sender ein Programm gibt in dem über Reisenden (Ausländer) in Tucúman berichtet wird, die ein wenig erzählen was sie machen usw. usf.! Woran hat die wohl nur erkannt, dass wir Touris waren…. Na das meine Antwort sich wieder ewig lang hingezogen hat war eh klar J 2 Stunden später sind wir dann schon im Tonstudio gesessen, haben dort die beiden Radiomoderatoren ein wenig kennen gelernt, bevor wir dann klassisch on air gegangen sind. Der Rest ist Geschichte!!!!!!! War definitiv sehr geil. Auch das Spanisch war halbwegs ok J
Für den letzten Tag sind dann nur mehr Fabian und ich nach Cafayate aufgebrochen, da Stephan früher nach Bs. As. musste, da sein Heimflug sich verschoben hatte. Wir haben dann noch einen gemütlichen Tag in dieser Weingegend verbracht. Für mich war es weniger angenehm, bzw. hab ich weniger mitbekommen, da ich leichte Magenprobleme hatte und eher im Hostel geblieben bin. Dennoch war es ein gelungener Abschluss. Folglich ging’s noch mal 4h im Bus von Cafayate nach Salta, dort dann noch mal 3h Aufenthalt, bevor´s dann wieder 17,5h retour (diesmal cama first class) zurück ins gute alte Bs. As. ging.
Reise Resümee: Sehr viel Bus- bzw. Autofahren, aber sehr sehr geil. Traumhafte Landschaften, sehr sympathische Menschen, südamerikanisches Flair und natürlich unser Radio Auftritt J
FINALMENTE…. So das war’s mit meinen Berichten aus Südamerika, hoffe ich konnte euch ein wenig Einblick in eine durchaus ereignisreiche Zeit verschaffen. Hab jetzt noch eine gute Woche hier in Bs. As. bevor es dann auf meine Abschlussreise nach Mexico geht. Was ich dann dort so erlebt habe, erzähl ich euch dann in genau einem Monat wenn ma donn ba einem gemütlichen Murauer wieder in der guten alten Heimat zomsitzn.
Bis dahin wünsch ich allen ein schönes Osterfest!
Los últimos saludos de Buenos Aires, nos vemos en un rato!
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